Sonntag, 30. April 2017

Nichts tun - gar nicht so einfach

Lieber Leserinnen,
die Osterfeiertage liegen hinter uns und damit höchstwahrscheinlich auch für manche unter uns einiges an Feiertags-Stress! Bei uns füllt sich der Kalender auch immer schneller und freie Wochenenden sind rar geworden.

Mehr Zeit für mich soll ich einplanen, heisst es in Elternratgebern und Zeitschriften.
Leichter gesagt als getan, wenn man dem Arbeitgeber, den Kollegen, den Kindern, dem Mann, der Familie, den Freunden etc. gerecht werden möchte. Puh.

Stress entsteht häufig durch Zeitdruck. Ein Termin jagt den nächsten; „Hauptsache schnell“ heißt häufig die Devise. Schnell arbeiten, schnell essen und schnell noch einkaufen gehen. Doch in unserem Temporausch bleibt das Lebensgefühl leider oft auf der Strecke.

Eine Strategie zur Stress-Bekämpfung ist aber wirklich: Nimm Dir mehr Zeit für sich selbst, z.B. um nachzudenken, um Freunde zu treffen, um Dein Essen zu genießen oder einfach nur, um zu träumen. Probiere es einmal mit dem gar nichts tun. Bereits zwei bis drei Minuten „faul sein“ reichen. Danach fühlen wir uns fitter und bereit für den nächsten Anstrum. In jedem Fall mehr, als hätten wir einfach weiter durchgepowert bis zum Umfallen.  


Allerdings ist Ausruhen eine Kunst. Für kleine Ruhepausen genügt es zwar, einen Kaffee zu trinken, Zeitung zu lesen oder mit einem netten Menschen zu telefonieren – doch „professionelles Nichtstun“ geht noch einen Schritt weiter:



Das kann z.B. zu Hause auf dem Sessel, auf einer Parkbank oder in der Badewanne sein. Einzige Regel: Gar nichts tun! Jede noch so kleine Aktivität vollkommen einstellen! Die Gedanken zur Ruhe kommen lassen und wieder aufzutanken.

Und so geht’s:
  • Schalte Telefon und Handy aus
  • Konzentriere Dich ganz und gar auf das Hier und Jetzt
  • Sprich nicht
  • Lies nicht
  • Schalte weder Fernseher noch Radio ein
  • Grübele nicht
  • Entspanne Deinen Körper und deine Gedanken

Du wirst sehen, dass das anfangs gar nicht so leicht fällt. Schaffst Du drei Minuten nichts zu tun? Gar nicht so einfach, oder?


Sonntag, 23. April 2017

Wie kann man den Übergang von Job zum Familienleben gestalten?

Liebe Leserin,
für die Teilnehmerinnen meines Seminars "Frauen in Balance: Erfolgreich in Beruf und Familie - Karriere gestalten. Familie managen. Alltag organisieren."  
kommt immer wieder die Frage auf, wie sich der Übergang vom Job zur Familie gestalten lässt. 

Viel zu schnell kommt häufig das Arbeitsende und wir hetzten vom Job zu den Kindern. Dabei ist der Kopf noch im Büro und bei den wieder einmal nicht geschafften to dos, den vielen ungelesenen Emails und so weiter. 

Hier ein kleiner Tipp:
Gestalte den Übergang vom Job zum Familienleben bewusst. Nimm Dir dafür die letzte viertel Stunde im Job und schliesse den Tag bewsusst ab. Am besten machst Du dir dazu einen Tee oder Kaffee. Was von den to dos hast Du erledigt und was muss auf morgen verschoben werden? Diesen Zettel legst Du am betsen auf die Tastatur, so weisst Du am nächsten Tag gleich was zu tun ist und kannst die Gedanken an die Arbeit im Büro lassen. 

Und für zu Hause? Was bietet sich hier an, um anzukommen im Familienalltag?







Schaffe Dir ganz bewusst Rituale, um in der „anderen Welt“ anzukommen:


  1. hören Deine Lieblingsmusik auf dem Weg nach Hause
  2. raus aus den Arbeitsklamotten 
  3. Nimm ein heißes Bad oder dusche 
  4. nimm Dir ein paar Minuten Zeit für dich selbst 
  5. denke an die schönen Dinge, die Du heute/diese Woche erlebt hast 
  6. erzähle Deiner Familie von Deinem Tag und frage auch nach deren Erlebnissen. Nicht wie war es in der Schule? Sondern was hat dir heute am meisten Spass gemacht z.B.

So startest Du mit einer positiven Grundstimmung in den Feierabend oder den Nachmittag mit den Kindern. 

Viel Spaß und Grüße

Sonntag, 16. April 2017

Erste Hilfe bei Stress

Liebe Leserin,
als Eltern und vor allem als berufstätige Mutter muss man ständig Leistung bringen. Man hat kaum Zeit und versucht meistens gleich mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten. Auf dem Weg zum Kindergarten noch schnell einkaufen, im Kopf überlegen, was heute noch erledigt werden muss und habe ich die Mail an Herrn Mair vorhin im Büro eigentlich noch abgeschickt?
Die Anforderungen steigen ständig und Stress gehört zum normalen Alltag dazu. Doch was kann ich tun, damit mir nicht alles zu viel wird?

Was ist Stress überhaupt? Und macht er immer krank?
Unter Stress spüre ich Druck und Anspannung. Für einen Olympiateilnehmer kann das aber auch positiv sein. Macht es also gleich krank?
Nein, erst wenn äussere Reize, wie Lärm und Hektik z.B. zusammen kommen mit inneren Reizen wie den eigenen Ansprüchen und Antreibern, dann kann es zu viel werden und belasten. Du kennst das sicher auch: du willst für die Familie da sein, alles schaffen, bloss nichts vergessen, den Job gut erledigen und so weiter. Früher brachte uns der Stress dazu schneller vor einem Angreifer zu fliehen, aber wohin sollen wir denn heute fliehen? Die aufputschenden Hormone können so nur schwer abgebaut werden und bleiben noch lange im Körper. Das ist nicht gesund.

Doch was kann man tun?


  1. Bewege Dich locker: Am Wochenende eine kleine Wanderung vielleicht. Oder täglich ein Spaziergang. Statt immer mit dem Auto oder der Bahn zu fahren, nimm einfach öfter mal das Fahrrad. Das alles baut Stresshormone ab und hilft, den eigenen Rhythmus zu finden. ZUdem hilft es auch gegen die Frühjahrsmüdigkeit, die manche nach den dunklen Wintermonaten überfällt. Ab zum Sport! Joggen setzt Glückshormone frei, Yoga dehnt die Muskeln und entspannt den ganzen Körper. Hinterher fühlt man sich richtig gut
  2. Nimm Dir Auszeiten: Mach öfter mal eine Mini Pause. Schon zwei Minuten die Augen zu schliessen, kurz vor dem offenen Fenster zu stehen und ein paar Mal tief durchzuatmen, entspannt eine Tasse Tee zu trinken hilft aus einer anstrengenden oder nervigen Situation herauszukommen. Und am Feierabend? Dafür setzt Du dir am betsen einen festen Zeitpunkt, z.b. 20 Uhr. Bis dahin sind die Kinder im Bett, Telefonate erledigt und nichts wichtiges mehr zu tun. Inzwischen geht meine Tochter gern und freiwillig ins Bett, denn wir lesen ja noch eine gute Nacht Geschichte und gekuschelt wird auch noch. Danach habe ich dann auch Feierabend. Herrlich.
  3. Davon reichlich:  Haferflocken, Bananen, Wasser (mit min. 100mg Magnesium pro Liter), Geflügel, Gemüse. Lavendel in einer Duftlampe verdunstet entspannt nicht nur, es aktiviert auch das Belohnungszentrum im Gehirn. Dafür einfach zu Hause, am Arbeitsplatz oder wo Du möchtest 3 bis 4 Tropfen Duftöl in eine Duftlampe geben und entspannen.
  4. Davon nur wenig: Alkohol, Kaffee, Cola, Limonaden, fettes Essen, Fast Food, etc. putschen nur kurzfristig auf. Bei Stress ganz schlecht. Besser Du knabberst statt Süssem z.B. Studentenfutter, dann sieht auch der Bikini am See, besser aus ;-)
  5. SOS Hilfe: wenn gar nichts mehr geht hilft es mit gespreizten Fingern die Hände auszuschütteln. So lernt man innerlich loszulassen und die bei Stress meist angespannten Schulter- und Nackenmuskeln entspannen sich.

Sonntag, 9. April 2017

Das grosse Gähnen - warum sind wir gerade jetzt besonders müde?

Liebe Leserin,
gestern erzählte mir eine Freundin, kaum dass sie morgens aufgestanden ist, könnte sie eigentlich wieder ins Bett gehen. Sie ist zurzeit so müde.
So geht es gerade vielen. Endlich ist der lange Winter vorbei und die Sonne lockt uns ins Freie, doch wir sind schrecklich müde. Doch woran liegt das? 

Die genauen Ursachen für die Frühjahrsmüdigkeit sind noch nicht vollständig geklärt. Es ist nur sicher, dass der Hormonhaushalt eine große Rolle dabei spielt: Wenn die Tage länger werden, steigt die Ausschüttung der Hormone Endorphin, Testosteron und Östrogen in unserem Körper. Diese Umstellung belastet uns: wir werden müde. Zusätzlich schwanken die Temperaturen meist stark und bei steigenden Temperaturen weiten sich unsere Blutgefäße und der Blutdruck sinkt.
Auch unsere Ernährung spielt eine Rolle: Während des Winters essen wir kalorien- fett- und kohlehydratreicher als im Sommer. Während der hormonellen Umstellung benötigt unser Körper allerdings mehr Vitamine und Proteine als üblich.



Was können wir dagegen tun?
  • Gesunde Ernährung: Wir empfehlen viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und leicht verdauliche Proteine
  • Mehrere kleine Mahlzeiten statt weniger großer
  • Sie sollten den Tagesrhythmus nach der Sonne richten: früh aufstehen und früh zu Bett gehen
  • Regelmäßige Spaziergänge im Freien und Sport helfen ebenfalls
  • Gegen die Kreislaufbeschwerden helfen morgendliche Gymnastikübungen und Wechselduschen
Ich freue mich auf das kommende Oster Wochenende. Hoffentlich wird essonnig und warm!Endlich wieder raus in die Berge, die Natur und den Frühling geniessen!
Auf was freust Du dich?

Sonntag, 2. April 2017

Grundschule: Das 1. Mal auf Klassenfahrt

Liebe Leserin,
schon in der 2. Klasse stand für unsere Tochter die 1. Klassenfahrt an. Waren wir damals auch so früh auf Klassenfahrt? Ich kann mich an meine 1. in der 7. Klasse erinnern. In der Grundschule waren wir nicht weg. 

Obwohl sie jünger ist, als ihre Klassenkameraden, freute sich unsere Tochter riesig drauf. Mehr als ich, oh weh.


Die 1. gemeinsame Fahrt ging an den Ammersee. Nicht weit von Zuhause entfernt also. Nun ist der März ein unbeständiger Monat und lädt nicht gerade zu einer Klassenfahrt ein, doch die Lehrerinnen hatten sich ein tolles Programm ausgedacht: Geschichten erzählen am Lagerfeuer, Wanderung zu einem Bauernhof, Insektenhotel bauen, Vorbereiten einer Abschluss Show, wo jeder etwas beitragen sollte und so weiter.  Es klang nach viel Spass!

Einpacken

Eine Packliste gab es von der Klassenlehrerin. Was man sonst bei einer Klassenfahrt auf keinen Fall zuhause vergessen sollte, kann in diesem Blogartikel „Packliste für die Klassenfahrt“ nachgeschlagen werden. Die Packlisten gibt es dort auch zum kostenlosen Download!

Ich hatte für jeden Tag ein Päckchen gepackt. Wenn man Kleidung bestellt oder beim Discounter etc. kauft, dann sind die doch immer in solchen Plastiktüten. Die habe ich verwendet. Darin Hose, Sweatshirt, Unterwäsche und Socken. Bloss keine Kleidung mitgeben, um die es schade wäre, wenn sie wegkäme. Lieber die, die eh nicht mehr so schön sind oder bald zu klein etc. Da ich ja wusste, was an welchem Tag geplant war, konnte ich auch die Kleidung dementsprechend anpassen. Also am Wandertag eine dickere Jeans und für den Turntag dementsprechend Leggings und T-Shirt. 

Ganz toll fand meine Tochter, dass in jedem Päckchen ein Zettel lag. Auf diesem stand von Außen sichtbar der Wochentag und wenn man ihn herausnahm, war dort ein Bild mit einem motivierenden Spruch. Nicht "wir vermissen dich", sondern "wir wünschen dir einen wundervollen Tag". Solche Bilder gibt es bei Pinterest und Co ja Zuhauf. So etwas wünscht sie sich nun auch mal für Zuhause! 

Wichtig sind auch genügend Plastiktüten für Dreckwäsche, nasse oder verschmutzte Schuhe, denn es muss auf der Rückreise alles in den Koffer!


Tagebuch
Ich habe unserer Tochter ein Buch gebastelt, in dem sie ihre Erlebnisse, aber auch traurige Gedanken festhalten konnte, wenn diese denn kämen. 










Natürlich kam das Lieblingskuscheltier mit und von uns gab es noch ein neues Kuschelkissen von Nici, also auch kuschelig.



Und dann?
Am Freitag kam die Klasse schon früh zurück, als Arbeitstag fiel der Tag also aus. Unsere Tochter hatte aber viel zu erzählen. Deshalb ein Tipp: nimm Dir am Abend genug Zeit zum Zuhören und frage auch, was ihm oder ihr nicht gefallen hat. Gab es organisatorische Mängel (fehlte z.B. was im Koffer?) oder gab es  Unstimmigkeiten mit Lehrern oder Mitschülern? Damit die nächste Klassenfahrt besser verlaufen kann.

Viel Spaß bei der nächsten Klassenfahrt!