Montag, 28. September 2015

Elternzeit: Urteil: Keine nachträgliche Urlaubskürzung wegen Elternzeit

Liebe Leserinnen,
wird ein Arbeitsverhältniss nach der Elternzeit beendet, so dürfen Arbeitgeber die Urlaubsansprüche von Beschäftigten nachträglich nicht mehr kürzen.
So urteilte das das Bundesarbeitsgericht am 18. Mai 2015 in Erfurt (Az.: 9 AZR 725/13). Die bis zum Ende des Jobs noch nicht genommenen Urlaubstage müssen voll abgegolten werden. Indem der neunte Senat die Kürzungsbefugnisse der Arbeitgeber einschränkte, änderte er seine bisherige Rechtsprechung. Laut Gesetz kann der Urlaub für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel gekürzt werden. Das setze allerdings voraus, dass ein Anspruch auf Erholungsurlaub noch bestehe. Dies sei nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr der Fall, teilte das Bundesarbeitsgericht mit

Für alle, die es noch genauer wissen möchten, empfehle ich mein Buch, das im November herauskommen wird:
Mehr Infos auf Haufe.de Elternzeit, Elterngeld plus und beruflicher Wiedereinstieg – inkl. Arbeitshilfen online


Viele Grüße
Silke Mekat

Freitag, 25. September 2015

Alles ist zum Basteln da

Liebe Leserinnen,
es ist nicht mehr Sommer, aber auch noch kein richtiger Herbst. Das Wochenende verspricht schönstes Spätsommer Wetter. Willkommen im Altweibersommer.
Diese zauberhafte Zeit verdankt ihren Namen wahrscheinlich den Spinnen, die feine Fäden spinnen, die nach dem nächtlichen Tau im Morgenlicht glitzern. Vielleicht erinnerten diese Spinnennetze die mittelalterlichen Wortschöpfer an das Haar älterer Damen.

Der Name ist nicht sehr nett, trotzdem sollten wir diese letzten warmen Tage, bevor der Herbst Einzug hält mit allen Sinnen auskosten. Nichts wie raus in die Natur!

Im einzigartigen Licht des Spätsommers lassen sich viele Dinge sammeln, mit denen man zu Hause tolle Saxchen basteln kann. Anregungen bietet dafür wie jeden Monat das online Magazin Zzzebra. Jeden Monat stellt das Zzzebra Team spannende Anregungen und Ideen zum Basteln, Malen,  Spielen, Experimentieren, Forschen, Kochen, Singen, und und und... Diesen Monat dreht sich alles rund um die Kastanie.

Ein gelungenes Buch mit vielen Anregungen, ist wie ich finde dieses: Alles ist zum Basteln da


Schöne Ideen gibt es auch hier: Anleitungen zum Basteln


Für den Abend locken jetzt wieder Zwiebelkuchen und junge Weine. Zeit für Spiele und für gemütliche Stunden mit netten Menschen.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!
Viele Grüße

Montag, 21. September 2015

Schulanfang: Hurra, ich bin ein Schulkind!

Liebe Leserinnen,
viel habe ich in den letzten Wochen zum Thema Schulanfang geschrieben, denn auch für uns stand der Wechsel vom Kindergarten in die Schule an.

Nicht nur die Kinder sind schon Tage vorher aufgeregt, auch für Eltern, Großeltern und andere Verwandte ist der erste Schultag eine große Sache. Keiner weiss so richtig, was auf einen zukommt, wie wird danach das Leben aussehen. Was verändert sich im Alltag und welche Ideen und Themen werden in die Familie Einzug halten.  Die älteren reden gern vom "Ernstes des Lebens” und schüren damit auch eine Portion Respekt oder Angst bei den Kindern.

Gut gefällt mir in dem Zusammenhang dieser Spruch:

Ernst des Lebens wird Schule genannt,
doch dabei hat einer total verkannt,
dass du lernst 1000 tolle Sachen,
hast Freunde und wirst sehr viel lachen.

(nach Sarah Ewald)


Wer meinem Blog folgt, weiß, dass ich solche besonderen Tage (wie auch Geburtstage) sehr gerne plane und rechtzeitig anfange, Ideen zu sammeln.
Hier kommt das Ergebnis.

Vielleicht steht bei dem ein oder anderen bald auch eine Einschulung an.
Bei uns gab es ein paar Unstimmuígkeiten innerhalb der Familie, wann und wie gefeiert wird. So sind bei der Oma in Mecklenburg-Vorpommern Einschulungen immer an einem Samstag. Bei uns in Bayern ist Einschulung mit Schulstart oder einen Tag nach Ferienende. Also mitten in der Woche, was Besuche von weiter weg etwas schwieriger macht. Zudem beginnt hier in München auch noch die Wiesn, was Hotelzimmer unerschwinglich macht. Wer im kommenden Jahr Einschulung feiern möchte und Verwandte aus der Ferne einlädt sollte bedenken, dass ein Hotelzimmer gern 200 Euro pro Person und Nacht kostet.
Wir haben Platz genug und konnten jeden unterbringen, ein Bettenlager zur Einschulung ist auch was Schönes ;-)

Für die Erzieherinnen haben wir kleine Abschiedsgeschenke gebastelt:




Natürlich haben wir die Schultüte gebastelt und zwar gleich zwei. Eine hat unsere Tochterim Kindergarten gebastelt und die zweite wir beide in den Ferien zusammen. Eine Schultüte mit Elsa der Eiskönigin sollte es sein



Das kam in die Schultüte:



Den grossen Tag haben wir so gefeiert:
In der Schule gab es eine Feierstunde, nach der die Erstklässler eine kleine Probestunde in ihrer Klasse absolvieren und die neuen Klassenkameraden kennenlernten. Wir haben im Anschluss bei uns im Garten gefeiert.
Tischdeko zur Einschulung







Für die eingeladenen Freundinnen, gab es kleine Schultüten mit Süssigkeiten darin

Natürlich gab es auch einen Kuchen zur Einschulung, so ganz gelungen ist es mir nicht, es soll eine Schultüte sein ;-)




Vielleicht sind ein paar Anregungen für Eure Feiern dabei.

Viele Grüße

Montag, 14. September 2015

So entschleunigen Sie den Alltag – Schritt 1: sich einen Überblick verschaffen



Liebe Leserinnen,
wie oft hören wir den Satz:
„nie habe ich Zeit für mich“ oder
Manchmal müsste mein Tag 36 Stunden haben“ oder auch
„Abends komme ich einfach nicht zur Ruhe, meine Gedanken rotieren und ich kann nicht einschlafen“

Frau, Mutter, Tante, Schwester, Kind, Taxidienst, Bäckerin fürs Kindergartenfest, Organisatorin des tollsten Kindergeburtstags und so weiter. Im Leben nehmen wir viele verschiedene Rollen ein. Immer neue Aufgaben kommen jeden Tag hinzu. Doch gleichzeitig streichen wir keine der Aufgaben, die auf unserem ohnehin schon vollen Terminkalender stehen. Wenn dann wie bei mir Outlook und Smartphone nicht mehr miteinander reden, dann fällt schon mal ein Termin unten durch. So wie letztens, als ich morgens um 5 Uhr hochschreckte, weil mir einfiel, dass die Female Managers zum personal Lauftraining eingeladen haben. Wann war das noch mal? Habe ich das etwas verpasst? Wie peinlich, ich hatte mich doch angemeldet. Alles gut, der Termin war erst zwei Wochen später. Puh, Glück gehabt.

Wenn immer mehr dazukommt, ist die logische Folge, dass unser Alltag immer hektischer wird. Wir hetzten von Termin zu Termin und weiter zum nächsten Punkt auf der to do liste. So unter Druck rutscht uns leicht etwas durch, wir machen Fehlen, notieren uns den falschen Tag für einen Termin unserer Kinder und plötzlich gerät das ganze so gut ausgedachte System ins Wanken. Neuer Stress kommt hinzu – ein Teufelskreis.

Schritt 1: machen Sie mal Inventur.

Am besten nehmen Sie sich einen Kalender und tragen dort eine Woche lang alle Termine und Aufgaben ein, die Sie haben. Zusätzlich schreiben Sie in dieser Woche auf, was sie alles erledigen. Vom Betten machen, Brotzeit für Schule und Kindergarten machen, Fahrdienste für die Kinder, bis hin zum Geschenk für Tante Frieda kaufen, kommt alles mit in den Kalender.
Sie werden erstaunt sein, was da in einer Woche zusammen kommt.

Viel Spass beim Umsetzen!

P.S. und wenn Sie mehr erfahren möchten: Seminartipp: Frauen in Balance: Vereinbarkeit von Beruf und Familie - Karriere gestalten. Familie managen. Alltag organisieren. Mit den Herausforderungen des Berufs- und Familienlebens erfolgreich, zufrieden und ausgewogen umgehen. Die nächsten Termine an der Haufe Akademie sind: 
                     21.-22.10.15  Berlin +
                    30.11.-01.12.15 Köln +
                   17.-18.03.16 Hamburg

Donnerstag, 10. September 2015

Der Tag, an dem ich aufhörte, Beeil Dich" zu sagen

Liebe Leserinnen,
heute mal wieder eine Buchbesprechung.
»Dafür haben wir jetzt keine Zeit«, war lange der Satz, den die Töchter von Rachel Macy Stafford am häufigsten von ihrer Mutter hörten. Die junge Frau verlor sich geradezu in ihrem hektischen Alltag, während sie versuchte, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Bis es schließlich nicht mehr weiterging, so heisst es auf der Buchrückseite.

Ich glaube diesen Satz sagen Mütter häufig und meist viel häufiger, als ihnen lieb ist.

In einzelnen Kapiteln, schildert sie Erlebnisse aus ihrem Familienleben und wie sie dazu kam sich von  elekotronischen Medien wie Smartphone, Laptop und Tablet zu lösen, um wieder am Familienleben teilzunehmen, ohne ständig abgelenkt zu sein. Daraus entwickelte sie das sogenannte "Hands Free" Konzept, was nichts anderes meint, als den Augenblick wahzunehmen. Am Leben teilzunehmen, anstatt darüber auf Facebook zu schreiben.

In unserer digitaliesierten Welt also ein sehr wichtiges Thema. Immer mehr Menschen  verbringen immer mehr Zeit in den socialen Netzwerken und scheinen das das Gefühl zu haben bei Facebook, Whatsapp oder in diversen Foren irgendetwas zu verpassen, wenn nicht in regelmäßigen Abständen nach den aktuellen Posts oder Nachrichten geschaut wird.

Zugegeben, das Buch ist sehr amerikanisch geschrieben und die Autorin muss wirklich abhängig gewesen sein von Smartphone, Facebook und Co. Es ist eher als ein mahnendes "so will ich nie werden" Beispiel zu sehen. Doch das kann keineswegs schaden und wie häufig sehen wir genau das im Alltag? 
Väter, die mit ihren Kindern auf dem Spielplatz sind und neben dem Klettergerüst auf ihrem Handy herumtippen.

Mütter, deren Kinder angeschnallt im Buggy sitzen, während Mama bei Facebook ein Foto postet, wie toll der Ausflug war.

Menschen, die nicht sehen, wie toll ihr Hund über die Wiese tobt, weil sie gerade ihre Emails checken.

Ich denke das Buch ist auch trotz seiner überschäumenden, amerikanischen Art ein sehr guter Beitrag nachdenklich zu werden.
Wie gehe ich mit meiner Zeit um?
Wieviel davon widme ich wirklich den Menschen, die ich am meisten  liebe?
Wieviel Zeit verbringe ich mit Tablet und Co?
Diese Fragen stellt man sich bei der Lektüre und bekommt für jede Woche einen Tipp, wie man sich wieder mehr dem Augenblick zuwenden kann. Wieder mehr Freude und Aufmerksamkeit in das eigene Leben und in die Familie bringen kann.
Sicherlich kan man das Buch nicht wie einen Roman in einem Rutsch lesen. Doch sich immer mal wieder ein Kapitel vorzunehmen und etwas achtsamer durch den Alltag zu gehen, tut uns allen sicher gut.


Das Buch gibt es hier zu kaufen:




Liebe Grüße
Silke Mekat

Montag, 7. September 2015

Ich frage mich in manchmal und in letzter Zeit immer öfter: gelten Regeln nur für die anderen?

Liebe Leserinnen,
letztens, an einem dieser heissen Sommertage, war ich mit unserer Tochter in einem Schwimmbad. Das Nichtschwimmerbecken war so voll, man konnte eigentlich nur stehen. Natürlich spielen Kinder und Erwachsene mit ihren Kindern dann trotzdem. Unsere Tochter tauchte gerade um die vielen Beine herum. Eine Frau und ihre etwa 9 jährige Tochter spielten Ball in dem vollen Becken. Ok, an sich nichts Schlimmes. Der Ball flog raus, das Mädchen ging ihn holen. Um wieder ins Becken – wie gesagt ein Nichtschwimmerbecken mit einer Wassertiefe von nicht einmal einem Meter – zu gelangen, sprang sie hinein, ohne zu schauen. Nur knapp neben unserer Tochter kam das Mädchen auf. Ich bin zu ihr hingegangen und habe nett gesagt, dass sie doch bitte beim nächsten Mal nicht springen soll, das Becken ist dafür zu voll und sie wäre eben beinahe auf meine Tochter gesprungen. Da stürzt sich die Mutter auf mich, was ich mir einbilden würde ihr Kind anzusprechen. Der Frau also auch noch mal nett gesagt was passiert ist. Doch sie keifte los. Das am Beckenrand ein Schild war, dass ins Becken springen verboten ist, interessierte sie nicht. Ich hätte ihr Kind angesprochen.

Nun ja, was will man von jemandem, der mit Handtasche ins Schwimmbecken geht erwarten, dachte ich mir und ließ sie stehen.

Gelten Regeln also nur für andere? Für einen selber nicht?

Und wer sich daran hält ist am Ende der Depp?

Anderes Beispiel. Unsere Tochter ging bis vor kurzem in einen Kindergarten, der neben einer kostenlosen Tiefgarage auch eine Haltespur an der Straße bietet. Leider ist den meisten Eltern der Weg in die Tiefgarage direkt unter dem Kindergarten zu weit. So wird die Feuerwehrzufahrt, die Einfahrt zur Tiefgarage und selbst der Fußweg zugeparkt. Nach mir die Sintflut scheint das Mott zu sein. Warnblinklicht an und gut ist. Oder schwupps mit dem SUV vorbeigezogen und eben noch schnell vor mir in die letzte freie Parklücke geschossen. Ich bin schwanger, lassen sie mich durch, so stieg die Frau grinsend aus.

Was bringen wir unseren Kindern bei, wenn wir uns selber über Regeln so leichtfertig hinwegsetzen?

Sind wir dann ein gutes Vorbild?

Wie kann ich beim Fahrradfahren einen Helm aufsetzen, weil ich ja meinem Kind ein Vorbild sein will und ohne ein Unrechtsbewusstsein parkt derselbe dann einen Gehweg so zu, so dass eine Mutter mit Kinderwagen oder ein Behinderter im Rollstuhl nicht mehr vorbei kommt? Klingt ziemlich paradox, doch die Wissenschaft hat dafür einen Begriff gefunden und nennt dieses Phänomen „Moral Licensing“. Tut jemand in einem Bereich seines Lebens etwas Gutes und setzt z.B. beim Radeln einen Helm auf oder kauft nur Biofleisch, dann geht für ihn oder sie damit die Erlaubnis einher, in anderen Bereichen die Sau raus zu lassen.

Das eigene Selbstbild, ein guter Mensch zu sein, weil man ja Biofleisch und Milch von glücklichen Kühen eines kleinen Bergbauern kauft, scheint bestimmend zu sein und man setzt sich gern über ein Parkverbot hinweg. Für so jemanden gilt das doch nicht, wir sind ja ach so gut.

Doch welche Botschaft sende ich damit aus?
Erziehen wir so unsere Kinder zu den Menschen, die wir gerne später in ihnen sehen würden?
Vielleicht sollten wir öfter über unser Handeln nachdenken, bevor wir uns achtlos über Regeln hinwegsetzen.

Liebe Grüße

Donnerstag, 3. September 2015

Zeit für Familie und Beruf - Planen Sie gemeinsam Ihre Zukunft mit Elterngeld, ElterngeldPlus und Parterschaftsbonus!

Liebe Leserinnen,
eine tolle, neue Broschüre für alle, die demnächst in Elternzeit gehen und diese planen wollen ist erschienen.

Zeit für Familie und Beruf - Planen Sie gemeinsam Ihre Zukunft mit Elterngeld, ElterngeldPlus und Parterschaftsbonus!

Mit den neuen Regelungen beim Elterngeld und der Elternzeit haben Eltern seit dem 1. Juli 2015 neue und vielfältigere Möglichkeiten, Elterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus miteinander zu kombinieren. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BFMSFJ) hat einen Elterngeldplaner herausgegeben, mit dessen Hilfe Mütter und Väter planen können, wie sie die Zeit mit dem Kind und (Teilzeit-)Erwerbstätigkeit untereinander aufteilen wollen.

 Titelseite

 Hier gibt es den Elternzeitplaner:

PDF (2,7 MB) Stecktabelleherunterladen  oder

online lesen
 noch besser direkt bestellen und dann kleine Reiter in dem Kalender hin und herschieben. Den Planer gibt es kostenlos und er kann hier bestellt werden.

Für alle, die es noch genauer wissen möchten, empfehle ich mein Buch, das im November herauskommen wird:




Viele Grüße
Silke Mekat