Samstag, 13. Juni 2015

Babys ruhig schreien lassen? Besser Liebe statt Küchenpsychologie

Liebe Leserinnen,
den Rat, nicht immer gleich aufzuspringen, wenn das Baby schreit und es nicht zu verwöhnen, hören junge Eltern oft. In einem SZ Artikel warnen Ärzte davor, ein Baby brüllen zu lassen. Solche Erziehungsmethoden gehen auf die Nazis zurück..Weiterlesen:Wenn Babys schreien Liebe statt Küchenpsychologie

Noch immer finden Bücher wie "Jedes Kind kann schlafen lernen" regen Absatz.
Für mich kam diese Methode nie in Frage, denn was bringe ich meinem Kind damit bei?
Ich bin allein. Ich bin der Situation hilflos ausgeliefert und kann mich nicht selber befreien. Niemand kommt und hilft mir.
Möchte ich das meinem Baby mitgeben?
Nein.


"Nach wie vor haben Eltern in Deutschland Angst, ihr Kind zu verwöhnen", sagt Karl Heinz Brisch, Chef der Psychosomatik am Haunerschen Kinderspital der Universität München. "Dabei weiß man, dass Kinder auf lange Sicht länger schreien, wenn sie erst warten müssen, anstatt dass die Eltern prompt auf ihr Schreien reagieren."

In dem Artikel der Süddeutschen Zeitung, ist der Rat von Ärzten eindeutig: Wenn Babys schreien, sollten Eltern sie umgehend beruhigen. "Schreien Kinder, ist das ein für Eltern deutlich zu lesendes Signal: Hier braucht es Achtsamkeit, Behutsamkeit und natürliches Interesse - schlicht Liebe", sagt Florian Heinen, Chef der Abteilung für Neuropädiatrie und kindliche Entwicklung am Haunerschen Kinderspital. "Was es nicht braucht, ist Verunsicherung der Eltern und Küchenpsychologie. Das hat nur negative Folgen."

"Kinder brauchen verlässliche körperliche Nähe, um seelische Grundbedürfnisse zu befriedigen und Stress abzubauen", sagt Fabienne Becker-Stoll, Direktorin des Staatsinstituts für Frühpädagogik in Bayern. "Nur dann können sie sichere, vertrauensvolle Bindungen zu den Eltern und später zu anderen Menschen aufbauen." 

Wir diskutieren darüber, ob unsere Kinder zu viel fremdbetreut werden, ob ein Kind nicht am allerbesten bei der Mutter aufgehoben ist. Und dann wird diese Methoden gern geraten, wenn Babys schreien. Für mich passt das nicht zusammen.

Viele Grüße
Silke Mekat

Montag, 8. Juni 2015

Mein Wohlfühlkalender

Liebe Leserinnen,
irgendwo habe ich über einen Wohlfühlkalender gelesen und finde das eine tolle Idee. 
Sich Zeit zu nehmen und regelmäßig etwas für sich tun.
Kalender führen wir doch für alles Mögliche, warum also nicht auch für die eigene Wohlfühlzeit?
 
Was könnte da so drin stehen in meinem Wohlfühlkalender?
Mal wieder mit einer Freundin zu quatschen, ohne dass einer ständig hinter seinem Kind her springt, eine Wellness-Behandlung buchen, einen Abend mit meinem Mann verbringen und ins Kino oder ins Theater gehen. Einen schönen, langen Spaziergang an einem sonnigen Tag machen und die vielen Blumen auf den Wiesen und am Wegesrand bestaunen. Einen Tag ohne Termine und to dos, einfach zum Faulenzen und tun und lassen können, wozu ich Lust habe. 
 
Mehr Balance von Beruf, Kind und Familie.
Vielleicht muss es aber gar nicht so konkret sein. Vielleicht reicht es dafür sorgen, dass dieser Tag oder diese Stunden in Erinnerung bleiben.
Und gegen zu viel Stress hilft vielleicht der eine oder andere dieser Tipps:
1. Raus aus den Federn: Lassen Sie sich morgens nicht verführen, zu lang im Bett zu bleiben, denn zu viel Schlaf kann zu einem regelrechten Blues mit Schlappheit und Stimmungsschwankungen führen.
2. Tief durchatmen: Gehen Sie regelmäßig an der frischen Luft spazieren. So bekommen Sie genügend Sauerstoff – und vor allem Licht.
3. Die Natur erleben: Kosten Sie mit allen Sinnen aus, was der Herbst zu bieten hat: das warme Licht der Sonne, die bunten Farben des Herbstlaubs, das Rascheln der Blätter unter den Füßen, den Duft von Kartoffelfeuer und frisch gerösteten Maroni.
4. Vitamine tanken: Gerade jetzt braucht der Körper viel Vitamin C gegen die überall um sich greifenden Erkältungsviren. Besonders viel davon enthalten Paprika, Brokkoli, Kiwis, Zitrusfrüchte und Sanddor.
5. Regelmäßig schwitzen: Regelmäßige in die Sauna oder ins Dampfbad stärken die Immunabwehr und die wohlige Wärme tut auch noch der Seele gut.
6. Wasser nutzen:  Kneippen Sie mal wieder, denn Wechselduschen oder Wassertreten stärken das Immunsystem und machen quicklebendig.
7. Düfte genießen: Ätherische Öle als Badezusatz oder für die Duftlampe heben die Stimmung und können je nach Wahl des Öls anregen oder entspannen.
8. Partner mal wieder massieren: Verwöhnen Sie und lassen Sie sich verwöhnen. Für eine wohltuende Massage genügen ein warmes Zimmer, ein duftendes Öl – und etwas Zeit.
9. Den Gaumen kitzeln: Mit Gute-Laune-Speisen können Sie den Serotoninspiegel heben. Frische Beeren locken jetzt, gehen Sie in den Biergarten und laden Sie auch mal wieder Freunde zu einem guten Essen ein.
10. Musik erleben: Dass Musik stimmungsfördernd sein kann, belegen viele Studien. Legen Sie einfach die Klänge auf, die Sie am liebsten mögen. Tanzen Sie oder entspannen sie beim Zuhören, dann hat der manchmal graue Herbst keine Chance


Herzliche Grüße 
Soulution Coaching - Leuchtturm Darsser Ort

Freitag, 5. Juni 2015

Wie finde ich den für mich richtigen Weg?

Liebe Leserinnen,
vielleicht geht es Ihnen auch ganz ähnlich: Claudia ist gerade 41 geworden, und seit einigen Jahren in ihrer Firma angestellt. Vor der Elternzeit war sie erfolgreiche Teamleiterin. Alles lief wunderbar nach Plan. Beruf und Familie, das schaffe ich. So dachte Claudia nach der Elternzeit. Doch inzwischen sind die Kinder nicht mehr so klein, die Ansprüche, Termine und Anforderungen werden mehr. Manchmal hat sie das Gefühl sich zu zerreißen zwischen Beruf und Familie. Ganz zu schweigen von den Anforderungen im Büro und den netten Kommentaren der Kollegen, wenn sie nachmittags gehen muss, weil der Hort pünktlich schließt. Manchmal füht sich Claudia schon von den kleinsten Dingen unendlich gestresst und habe einfach keine Kraft mehr. Wenn es Ihnen auch so geht, dann lesen Sie hier weiter: Mein größter Frust. Meine Ziele und Träume
 
Immer wieder begegne ich in meinen Seminaren und Beratungen Menschen, die an einem Wendepunkt stehen und sich überlegen wie es weitergehen soll. 
Ist dieser Job noch der richtige für mich? Was könnte ich noch machen?
Aber die wirtschaftliche Entwicklung… wie wird es wohl weitergehen? Morgen, im nächsten Monat, nächstes Jahr, in 5 Jahren….ist es nicht besser das zu nehmen, was ich habe, statt Sicherheiten aufzugeben?
Die Zeitung sind voller Artikel zur wirtschaftlichen Lage in Europa und alles wird von allen Seiten her beleuchten. Doch wie befreie ich mich aus dieser Schockstarre? 
Wie finde ich den für mich richtigen Weg?
Sicherheiten kann ich mir nur selber erarbeiten, ich muss zu dem stehen, was ich für mich entschieden habe.
Machen wir also mal ein kleines Experiment. 
Angenommen, Sie würden im Lotto eine monatliche "Rente" von 5.000 Euro gewinnen. Würden Sie Ihren jetzigen Job weiter machen? Oder welcher Tätigkeit würden Sie nachgehen? Was würden Sie in Ihrem Leben in jedem Fall verändern? Und was würden Sie genauso lassen wie es ist?
Mit den Antworten auf dieses Gedankenspiel, haben Sie schon mal Zugang zu Ihren Wünschen und Träumen bekommen. Eine gute Möglichkeit weiter zu machen. Wenn alles so bleiben soll wie es ist, dann freuen Sie sich und genießen Sie was sie haben.
Wenn aber eine Stimme oder ein Gefühl dagegen sprechen, dann haken Sie nach. Was genau würden Sie lieber machen? Was müsste sich verändern, um das Leben oder den Job wieder schön zu machen? Was wäre der ideale Job?
Ich denke nach diesem Gedankenspiel lösen sich manche Knoten und Schleier. Spannende Einsichten dürften folgen.

Viel Spaß beim spannenden Nachdenken wünscht
 Silke Mekat

Montag, 1. Juni 2015

Tipps für Berufstätige vor der Babypause: Elternzeit, Elterngeld und ElterngeldPlus

Liebe Leserinnen,
vor dem ersten Kind kennen die meisten Paare das Elterngeld zwar aus den Nachrichten. Doch wann, wo und wie die Leistung beantragt werden muss, ist ihnen oft nicht bekannt. Ähnlich geht es vielen mit der Elternzeit. Denn kaum einer weiß, was in dem Antrag stehen muss. Damit Berufstätige einen Überblick bekommen, hier wichtige Informationen:

Elterngeld und Elternzeit: Was ist was?
Das Elterngeld ist eine finanzielle Unterstützung vom Staat. Anspruch hat grundsätzlich jeder, der Nachwuchs bekommt. Das Thema Elternzeit beschäftigt dagegen nur angestellte Arbeitnehmer. Ihnen gibt der Gesetzgeber das Recht, nach der Geburt des Kindes ihr Arbeitsverhältnis für eine bestimmte Zeit ruhen zu lassen.

Wie hoch ist das Elterngeld?
Der Mindestbetrag beim Elterngeld liegt bei 300 Euro pro Monat. Voraussetzung ist, dass die Eltern das Kind selbst betreuen und die Person, die Elterngeld bezieht, nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet. «Grundsätzlich ist das Elterngeld ein Einkommensersatz», erklärt Frauke Greven von der Spielraum-Projekt Vereinbarkeit GmbH. Bezugsberechtigte bekommen 67 Prozent des in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten Einkommens, bis zu einem Höchstbetrag von 1800 Euro monatlich.

Wie lange zahlt der Staat Elterngeld?
Das Elterngeld wird für maximal 14 Monate gezahlt. Bei Paaren sieht der Gesetzgeber eine Besonderheit vor: Sie bekommen die staatliche Leistung nur dann für 14 Monate, wenn beide Elternteile Elternzeit nehmen. Sprich: Setzt etwa nur die Mutter von ihrem Job aus, zahlt der Staat höchstens für 12 Monate Elterngeld. Nur wenn auch der Vater für mindestens zwei Monate Elternzeit nimmt, bekommt das Paar die Leistung für 14 Monate.

Wo muss das Elterngeld beantragt werden?
Das Elterngeld muss bei der Elterngeldstelle beantragt werden. «Häufig ist die Elterngeldstelle bei den Jugendämtern angesiedelt», sagt Friedrun Bastkowski vom Berliner Verein Kobra, der Frauen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie berät. Das lässt sich leicht mit einem Anruf bei der Stadt oder auf der entsprechenden Homepage herausfinden. Für den Antrag müssen Eltern ein Formblatt ausfüllen.

Wann muss das Elterngeld beantragt werden?
Das Elterngeld können Mütter und Väter erst beantragen, wenn der Nachwuchs auf der Welt ist. Dann muss der Antrag bei der Elterngeldstelle innerhalb von drei Monaten eingehen. Das Geld wird auch rückwirkend gezahlt.

Und wo und wann muss Elternzeit beantragt werden?
Elternzeit beantragen Arbeitnehmer bei ihrem Arbeitgeber. «Der Antrag muss diesem spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit vorliegen», sagt Bastkowski. Das bedeutet, dass Frauen ihren Antrag spätestens eine Woche nach der Geburt einreichen müssen. Denn sie genießen acht Wochen nach der Geburt noch Mutterschutz. Wollen Väter unmittelbar nach der Geburt Elternzeit nehmen, müssen sie ihren Antrag sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin einreichen. Der Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit.

Wie lange können Arbeitnehmer Elternzeit nehmen?
Vater und Mutter können ihr Arbeitsverhältnis jeweils für maximal drei Jahre ruhen lassen. In dieser Zeit können sie nur in Ausnahmesituationen - etwa im Fall einer Insolvenz - gekündigt werden. Bei der Beantragung der Elternzeit müssen sie sich festlegen, wie sie die Elternzeit gestalten wollen: So müssen sie dem Arbeitgeber etwa sagen, ob sie etwa zwei Jahre pausieren wollen oder nur eines und dann etwa Teilzeit arbeiten möchten. (dpa)

Weitere Links:
Info-Broschüre Eltern im Job zum Download (pdf)
Statistik zum Elterngeld zum Download (pdf)
Gesetz zu Elternzeit- und Elterngeld


Was ändert sich mit dem ElterngeldPlus?

Immer mehr junge Familien wünschen sich Zeit für die Familie, aber auch Zeit für den Beruf: Neun von zehn Frauen und Männern zwischen 20 und 39 Jahren finden, dass sich Mütter und Väter gemeinsam um ihre Kinder kümmern sollen.

Die neuen Regelungen zum ElterngeldPlus und zur Elternzeit, die für Geburten ab dem 1. Juli 2015 gelten, knüpfen an diese Wünsche an. Das ElterngeldPlus unterstützt Eltern, die in Teilzeit arbeiten. Ob volle Auszeit vom Job, kleine, mittlere oder große Teilzeit - die neuen Regelungen bieten Müttern und Vätern eine Vielzahl von Möglichkeiten, Familie und Beruf miteinander zu verbinden und sich ihre Aufgaben partnerschaftlich zu teilen.

Der Elterngeldrechner des Bundesfamilienministeriums hilft dabei, die ersten Monate mit Kind gemeinsam zu planen - zeitlich und finanziell. Mit dem erweiterten Planer können Eltern jetzt ausprobieren, wie sie nach der Geburt ihres Kindes Elterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus miteinander kombinieren, welche Verteilung für sie in Frage kommt und welcher Anspruch auf Elterngeld sich daraus ergibt.

Das neue Plus
Das bisherige Elterngeld wird derzeit für maximal 14 Monate nach der Geburt des Kindes gezahlt. Steigen Mütter oder Väter schon währenddessen in Teilzeit beruflich wieder ein, haben sie bislang dadurch einen Teil ihres Elterngeldanspruches verloren. Das ändert sich mit dem ElterngeldPlus: Künftig ist es für Eltern, die in Teilzeit arbeiten, möglich, das ElterngeldPlus doppelt so lange zu erhalten. Ein Elterngeldmonat wird zu zwei ElterngeldPlus-Monaten.
Ergänzend gibt es einen Partnerschaftsbonus: Teilen sich Vater und Mutter die Betreuung ihres Kindes und arbeiten parallel für mindestens vier Monate zwischen 25 und 30 Wochenstunden, erhalten sie jeweils zusätzlich für vier Monate ElterngeldPlus. Alleinerziehende können das neue ElterngeldPlus im gleichen Maße nutzen.

Auch die Elternzeit wird deutlich flexibler. Wie bisher können Eltern bis zum 3. Geburtstag eines Kindes eine unbezahlte Auszeit vom Job nehmen. Künftig können 24 Monate statt bisher 12 zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag des Kindes genommen werden.
Die neuen Regelungen sind zum 1. Januar 2015 in Kraft getreten und gelten für Geburten ab dem 1. Juli 2015.

Elterngeldrechner jetzt mit neuem Planer online unter: www.familien-wegweiser.de

Broschüren zum ElterngeldPlus gibt es hier: ElterngeldPlus

Herzliche Grüße
 
Quelle: BMFSFJ, Münchener Merkur