Freitag, 30. November 2012

Mehr Gelassenheit im Alltag, wäre das schön! Sammeln Sie Glücksmomente!



Aber das ist auch leichter gesagt als getan, wenn man wie ich selbständig ist, eine sehr aktive Tochter mit den üblichen Wutanfällen hat, einen Mann und auch Freunde, sich weiterbildet und auch die Verwandtschaft im hohen Norden an unserem Leben teilhaben möchte. Zum 1. Advent soll die Wohnung weihnachtlich geschmückt sein, Adventskalender für die Lieben wollen gepackt werden und natürlich darf ein selbstgemachter Adventskranz nicht fehlen. Ganz schön stressig manchmal.

Stress ist heute allgegenwärtig, kaum jemand kann sich ihm entziehen. Die für die Lebensqualität jedoch so dringend erforderlichen Ruhepausen kommen im Alltag viel zu leicht zu kurz. Dabei sind sie der Schlüssel für mehr Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Denn ausgeruht sind wir geduldiger, aufnahmefähiger und effizienter. Stress entsteht häufig durch Zeitdruck. Ein Termin jagt den nächsten. Schnell  noch dieses erledigen und dann gleich weiter zum nächsten Termin. Schnell etwas essen und noch schnell auf dem Heimweg einkaufen gehen. Doch in diesem Temporausch bleibt das Lebensgefühl leider all zu oft auf der Strecke.
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Eine Strategie zur Stress-Bekämpfung: mehr Zeit für mich selbst, z.B. um nachzudenken, mal wieder Sport zu machen, um Freunde zu treffen, um ein Essen zu genießen oder einfach nur, um zu träumen. Oder einfach mal gar nichts zu tun. Wie gar nichts? Wann habe ich zuletzt gar nichts getan? Muss lange her sein. Gerade Frauen haben einen extrem stressigen und belastenden Alltag, trotzdem oder gerade deshalb fällt es ihnen oft schwer, sich selbst eine kurze Ruhephase zu gönnen.

Rituale können helfen im Alltag für Pausen zu sorgen, die halbe Stunde Mittagspause, die gezielt zum Bummeln und Abschalten genutzt wird oder auch das regelmäßige Bad nach der Arbeit, Yoga oder andere Entspannungsmethoden können im Alltag entspannende Wirkung haben. Bleibt nur die Frage, wie baue ich diese in meinen Zeitplan ein und wie halte ich mich auch dran?

Mamacoaching Silke Mekat Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Glückmomente
Ich habe mir zwei Dinge vorgenommen. Zum einen, am Wochenende möglichst nicht auch noch zu arbeiten und auch kein schlechtes Gewissen dabei zu haben! Zweitens die Zeit bis meine Tochter abends einschläft, nachdem wir eine gute Nacht Geschichte gelesen haben, für autogenes Training zu nutzen. Woran ich noch arbeiten muss, ist die Zeit ohne Mann und Kind am Wochenende, wenn die zwei Mal was alleine machen, auch für mich zu reservieren. Keine Erledigungen, keine Telefonate, kein Haushalt, sondern machen wozu ich gerade Lust habe. Vielleicht ein Buch lesen oder ein langes Bad nehmen - die freie Zeit vielleicht sogar mit Nichtstun ganz bewusst genießen.

Aber auch ganz bewusst Zeit mit Menschen zu verbringen, die ich mag. Eine Freundin treffen, Klönen, ins Kino gehen und so weiter. Gute soziale Kontakte sind doch wichtiger als Geld oder Statussymbole und geben die Kraft für den nächsten Tag
Auch mit meinem Mann möchte ich jede Woche einen schönen, vielleicht auch romantischen Abend verbringen. Es muss nicht jedes Mal auswärts und mit einem teuer bezahlten Babysitter sein. Auch zu Hause lassen sich solche Abende gestalten.

Macht man sich mal ganz bewusst, was einem gut tut und was im Alltag so leicht untergeht, dann findet jeder ganz leicht ganz persönliche Glücksmomente die Kraft und Energie bringen.

Sammeln Sie also mal wieder ganz bewusst Glücksmomente…. Nur für sich

Viele Grüße
Silke Mekat


Mittwoch, 28. November 2012

Mütter, die ihre Kleinkinder in Kitas geben, gelten hierzulande immer noch als „Rabenmütter“ – Warum machen in Schweden das dann alle?

Dieser Beitrag von mir hat einige Diskussionen ausgelöst. Deshalb will ich ihn auch hier nicht vorenthalten ;-)

In Deutschland lehnen 46 % lehnen Krippen ab, gleichzeitig klagt aber jeder 3. über fehlende Plätze in Kinderkrippen und Kindergärten
Balance von Beruf und Familie

Je näher das Ende der Elternzeit rückt oder man in München und anderen Großstädten den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält, stellt sich für Millionen Mütter und Väter eine der wichtigsten Fragen: Wer betreut mein Kind, wenn ich arbeiten gehe? Eine große Studie von BILD der FRAU und dem renommierten Allensbach-Institut gibt dazu teils verblüffende Antworten.
Die Studie hat  Deutschland und Schweden zum Thema Chancengerechtigkeit von Kindern vergliechen und heraus kam, dass der Bildungserfolg und damit der Weg in eine berufliche Zukunft in Deutschland sehr stark von der Herkunftsfamilie abhängt. Mehr als in anderen europäischen Ländern.

Für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind aber diese Ergebnisse der Studie interessant:
So findet fast jeder zweite Deutsche (46 %), dass Kinder unter drei Jahren ausschließlich zu Hause betreut werden sollen! Hier sind es vor allem Westdeutsche, die mit 52 % Krippen ablehnen. Im Vergleichsland der Studie Schweden, einem Vorzeigeland in puncto Familienförderung, sind dagegen die meisten Eltern davon überzeugt, das auch kleine Kinder vom Besuch einer Betreuungseinrichtung profitieren.  Eine große Mehrheit der Deutschen scheint immer noch der Meinung zu sein, dass ein Kind unter der Berufstätigkeit der Mutter oder beider Elternteile leidet.
Nur ein Viertel der unter 3 jährigen besucht in Deutschland eine Kinderbetreuungseinrichtung. Sei es aus oben genannten Gründen oder weil schlicht und ergreifend Plätze fehlen. Schweden verzeichnet dagegen Betreuungsquoten von über 90 % für 2 jährige. Hier stellen aber auch ein landesweiter Lehrplan und Qualitätssicherungssysteme eine gute Förderung der Kinder in Krippe und Kindergarten sicher.
Hierzulande sind dagegen viele Eltern unzufrieden mit der Kinderbetreuung! So beklagt jeder Dritte (immerhin 34 %) die fehlenden Plätze, in Großstädten sogar jeder Zweite. 40 % fordern, die Betreuungszeiten müssten ausgeweitet werden. Doch 63 % sagen. Dass die Kinder werden gut gefördert.
Nimmt man diese Zahlen, so überrascht es, dass sich 49 % für eine Kindergartenpflicht für 3- bis 6-Jährige aussprechen, 77 % sogar Ganztagsbetreuungsplätze fordern und sich 63 % wünschen, dass der Besuch kostenlos ist.
Doch was genau möchten die Eltern? Für 91 % der Eltern ist das Wichtigste, dass die Kinder in einer Betreuungseinrichtung Spaß haben. 84 % wollen, dass sie auch gefördert werden, 74 %, das sie gut auf die Schule vorbereitet werden.
Aber was heißt gefördert und gut vorbereitet? Hier gehen die Meinungen in Ost und West auseinander. 53 % der Westdeutschen sind überzeugt, dass ein Kind leidet, wenn die Mutter berufstätig ist. Im Osten sind dieser Meinung nur 18 %.

Leider entfacht immer gleich eine Grundsatzdiskussion, als gebe es entweder nur ein dafür oder dagegen. Jesper Juul bezeichnet dies in einem Spiegel Artikel treffend als “Zickenkrieg”. Schade. Warum können wir nicht die Eltern selber entscheiden lassen, wann und ob sie ihre Kinder in eine Betreuung geben. Dass die Kinder von anderen Kindern lernen steht ausser Frage. Nur müssen die Rahmenbedingungen überall auch stimmen, um den Eltern überhaupt eine Wahl zu ermöglichen. Wenn ich keinen Betreuungsplatz finde oder ihn mir nicht leisten kann oder mein Arbeitgeber auf starre Zeiten beharrt, dann habe ich keine Wahl.

Fehlende Möglichkeiten Beruf und Familie zu vereinbaren, zu wenig Kinderbetreuungsplätze, eine Präsenzkultur in den Firmen – all das führt auch dazu, dass Familien in Deutschland mehrheitlich immer noch ein traditionelles Rollenmodell leben. Immer noch arbeiten nur 14% der Mütter mit Kindern unter 12 Jahren Vollzeit, 40% sind überhaupt nicht berufstätig. Vergleicht man auch dies mit Schweden, so arbeiten dort 53 % der Mütter Vollzeit und nur 19 % sind bei nicht erwerbstätig. Was läuft also falsch in Deutschland? Stellen sich doch familienbewusste Unternehmen in allen relevanten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen eindeutig besser dar. Als Unternehmen mit familiärem Klima erreichen Sie eine um 17 Prozent höhere Mitarbeiterproduktivität. Zudem verschaffen Sie sich mit dieser Strategie einen Vorteil auf dem immer enger werdenden Personalmarkt, wo in einigen Regionen (z.B. Großräume München und Stuttgart) und Berufen (u.a. Ingenieure, IT-Fachleute) bereits jetzt die Fachkräfte knapp werden.
Der Trend ist eindeutig: Spätestens ab 2016 wird das Erwerbspersonenpotential in Deutschland insgesamt sinken. Kann es sich ein Land da leisten auf das Potential der Frauen zu verzichten?
Wieso herrscht in deutschen Köpfen noch das „Rabenmutter“ Denken? Und wieso sind schwedische Eltern überzeugt, dass Kleinkinder profitieren, wenn sie schon sehr früh in die Kita gehen?

Für Unternehmen gilt: Investieren Sie an den richtigen Stellen!
Das klingt nach viel und hohen Kosten. Doch die Vorteile überwiegen: Letztendlich steht Ihnen in Aussicht Ihr Unternehmen für neue Mitarbeiter attraktiver zu machen, die vorhandenen Leistungsträger zu sichern und Kosten zu sparen, die durch Know How Verlust, Fluktuation und Einarbeitung neuer Mitarbeiter entstanden wären. Lassen Sie also nicht erst Ihre gut eingearbeitete Mitarbeiterin in die Elternzeit gehen, sondern planen Sie schon vorher ihren Wiedereinstieg und binden Sie sie ans Unternehmen. Damit nicht andere Ihr Know How abschöpfen.



Kommentare zur Studie:
Prof. Renate Köcher, Leiterin des Institut für Demoskopie Allensbach: „Wir Deutschen können von den Schweden lernen, die Elternaufgabe entspannter zu sehen. Aber auch die deutsche Politik ist gefragt: Die Schweden haben ein viel größeres Betreuungsangebot für Kleinkinder und einen unglaublich hohen Qualitätsstandard in den Einrichtungen, das schafft Vertrauen und Sicherheit für die Eltern. In Deutschland dagegen haben besonders Frauen immer noch das Gefühl, dass sie sich zwischen Job und Familie entscheiden müssen– weil sie Angst haben, ihrem Kind zu schaden, wenn sie es einer Kita anvertrauen, weil sie dem Rabenmutter-Vorwurf ausgesetzt sind und weil es schlicht und einfach viel zu wenige Betreuungsoptionen gibt.“
 
Sandra Immoor, Chefredakteurin BILD der FRAU: „Einmal im Jahr gehen wir als Deutschlands größte Frauenzeitschrift einem Thema wissenschaftlich auf den Grund. Einem Thema, das nicht nur unsere sechs Millionen Leserinnen und Leser bewegt – sondern die ganze Gesellschaft. Wir wollen mit der Studie einen Anstoß geben, das Thema Bildungspolitik weiter zu diskutieren und ganz oben auf die Agenda zu setzen. Es sollte eines unserer wichtigsten Ziele sein, allen Kindern Chancen zu bieten, sie zu fördern und stark zu machen.“

Über die Studie
Die Studie „Chancengerechtigkeit durch Förderung von Kindern – ein deutsch-schwedischer Vergleich“ wird von BILD der FRAU im Rahmen der Studienreihe „BILD der FRAU-Frauenbilder“ veröffentlicht. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat in einer repräsentativen Studie Menschen in Schweden und Deutschland zu Betreuung, Förderung und Erziehung von Kindern befragt. Unterstützt wurde die Studie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Zwischen dem 4. und 19. Mai 2012 wurde in Deutschland eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobe von 1.835 Personen ab 16 Jahre mündlich-persönlich befragt. Auch in Schweden wurde vom 17. Mai bis 24. Juni 2012 ein repräsentativer Querschnitt der 16- bis 74-jährigen Bevölkerung von 1.058 Personen mündlich-persönlich interviewt.



Dazu ein Kommentar von Stephanie Bilges für Bild.de
Sind wir ein altmodisches Volk?
Diese Studie wird viele überraschen: Fast die Hälfte der Deutschen lehnt es ab, Kinder unter drei Jahren in eine Krippe zu schicken.
Vor allem in Westdeutschland ist die Mehrheit überzeugt: Ist die Mutter berufstätig, schadet das dem Kind. Heißt das, wir sind ein rückständiges, altmodisches Volk? Nein! Viele Eltern sind überzeugt, dass gerade in den ersten Jahren eine Betreuung zu Hause das Beste ist.
Und wer seine Kleinsten in fremde Hände gibt, will verständlicherweise sichergehen, dass sie optimal betreut werden. Und das ist bei uns noch lange nicht der Fall! Fehlende Plätze, lange Wartezeiten, zu wenig Erzieher, zu große Gruppen – Deutschland hat es jahrzehntelang versäumt, in qualitativ hochwertige Kinderbetreuung zu investieren.
Umso wichtiger, dass die Politik das Problem endlich anpackt! Denn Familien mit Kindern sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Sie zu unterstützen muss oberstes Ziel sein.

 Vereinbarkeit von beruf und Familie

Download der Studie
http://www.axelspringer.de/downloads/14565522/BdF_Studie_final_freigegeben.pdf
Download einer Kurzfassung der Studie
http://www.axelspringer.de/downloads/14565526/BILD_der_FRAU_Studie_Chancengerechtigkeit_Zusammenfassung.pdf
Quellen: http://www.axelspringer.de/presse/Studie-von-BILD-der-FRAU-und-Allensbach-Deutsche-glauben-nicht-dass-sozialer-Aufstieg-moeglich-ist_16529142.html
Bild.de

Advent, Advent



Nun geht sie wieder los, die Vorweihnachtszeit und mit ihr auch die Zeit der Adventskalender und Weihnachtsgeschenke. Wer bekommt was und wenn von gekauften Schoko Adventskalendern abgeraten wird, was mache ich dann?
Nur noch 3 Tage bis das erste Türchen am Adventskalender geöffnet wird! Nun aber los!

Bei uns gibt es statt eines gekauften Adventskalenders jeden Tag ein Adventspäckchen.

Die Idee dazu habe ich im Internet gefunden. Gerade kleine Kinder haben nicht die Geduld 24 Päckchen zu sehen und nicht alle öffnen zu dürfen.

So wird es bei uns jeden Tag ein Adventspäckchen geben.
Ich denke es wird die ganze Adventszeit über bei uns im Wohnzimmer stehen.

Jeden Abend stecke ich eine kleine Überraschung in das Säckchen
und jeden Morgen nach dem Aufwachen kann unsere Lütte nachschauen, was in ihrem Säckchen ist.

Das
Adventspäckchen, das wahrscheinlich in einem Adventssäckchen sein wird eignet sich im Übrigen sehr für berufstätige Mamas wie mich.
So muss der Adventskalender nicht fertig verpackt am 1.Dezember bereit stehen, sondern ich kann während der ganzen Adventszeit kleine Überraschungen nachlegene, ohne den Aufwand alles auf einmal verpacken zu müssen und hinterher nicht mehr zu wissen was wann dran ist. Damit kann ich auch darauf reagieren, was gerade im Kindergarten dran ist, was wir zusammen machen oder was meine Tochter beschäftigt. Sehr entspannt für berufstätige Mütter und die Balance von Beruf und Familie. Gut gell?
In dem Adventskalender werden übrigens Pixi Bücher, mal was Süßes und jeden Sonntag ein etwas größeres Geschenk sein. Die Sachen habe ich schon besorgt und sie warten auf ihren Einsatz. Bloß kein Stress in der Vorweihnachtszeit!

Unser
Adventssäckchen startet übrigens immer am 1. Advent - ich denke Kinder würden nicht verstehen, dass zwar die Adventszeit beginnt,
aber das Säckchen noch bis zum 1. Dezember leer bleibt :-) Dieses Jahr passt das ja ganz gut.

Und übrigens bekommt auch mein Mann einen selbstgemachten Adventskalender ;-)

diesen schnellen Adventskalender findet man hier Mamacoaching schneller Adventskalender

Montag, 26. November 2012

Der doppelte Rittberger: Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen



Schlägt man die Zeitung auf oder macht den Fernseher an, so ist scheinbar Vereinbarkeit von Beruf und Familie das Dauerthema, doch was tun Eltern, wenn das Kind krank wird? Auf Urbia.de habe ich dazu einige hilfreiche Tipps und Adressen gefunden:

„Das Zeitalter der Frauen hat begonnen! Kinder und Beruf sind kein Thema mehr, alle Väter stürzen sich lustvoll auf den Haushalt und bleiben gern zu Hause, wenn der Nachwuchs kränkelt. Schöne neue Welt? Nun ja, ganz so weit sind wir vielleicht noch nicht, aber erste Schritte sind getan. Es gibt das Recht auf Teilzeitarbeit, das Familienministerium setzt sich dafür ein, mehr Männer zu einer Auszeit für ihre Kinder zu motivieren, und glaubt man den optimistischen Zielen der Politik, wird auch der Rest ein Klacks.
Der graue Alltag sieht indes noch ganz anders aus. Berufstätigkeit und Kindersegen zu verbinden, stellt Familien ständig vor neue Probleme. Was tun, wenn eines der Kinder den ganzen Winter über kränkelt, wer springt kurzfristig ein, wenn die Tagesmutter ausfällt, wie die langen Kindergartenschließzeiten im Sommer organisieren, wenn man aus betrieblichen Gründen gerade zu der Zeit keinen Urlaub kriegt? Alles ein Privatproblem oder vielleicht doch ein wenig Aufgabe von Vater Staat? Schließlich gibt es ja die verfassungsrechtlich verankerte Pflicht des Staates zur Förderung der Familie.

Krankes Kind: Gesetzliches Recht auf Arbeitsfreistellung

Wenn Ihr Kind krank ist, haben Sie das im Sozialgesetzbuch verbriefte Recht, zu dessen Pflege von der Arbeit freigestellt zu werden. Zwar gibt es grundsätzlich das Recht auf bezahlte Freistellung (laut BGB § 616), meist wird jedoch die unbezahlte Freistellung praktiziert. Statt des Gehalts durch den Arbeitgeber erhalten die Mutter oder der Vater durch die Krankenkasse Kinderpflegekrankengeld. Pro Kind können Mütter und Väter jeweils bis zu zehn Arbeitstage im Jahr zur Versorgung eines kranken Kindes aussetzen, wenn das Kind nicht älter als zwölf Jahre ist (Alleinerziehende 20 Tage). Hat beispielsweise die Mutter ihr Kontingent erschöpft und ist der Vater verhindert, kann sein verbleibender Anspruch auf Betreuungstage auf die Mutter übertragen werden. Vorausgesetzt, der Arbeitgeber der Mutter spielt mit.
Ist Ihr Kind krank, benötigen Sie zunächst das Attest vom Kinderarzt. Auf der Rückseite finden Sie den Antrag auf Kinderpflegekrankengeld. Der muss an die Krankenkasse geschickt werden, bei der Sie versichert sind. Die sendet eine Verdienstbescheinigung, die vom Arbeitgeber ausgefüllt und an die Krankenkasse zurückgeschickt werden muss. Dann berechnet die Kasse die Höhe des Kinderpflegekrankengelds – 70 Prozent des Bruttolohns (aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettolohns).

Aber heute haben wir ein so wichtiges Meeting ...

Kinder halten sich nicht an Termine für wichtige Meetings, die von langer Hand geplante Messepräsenz einer Firma, lebensnotwendige Deadlines zur Fertigstellung einer Werbebroschüre oder den Lunchtermin mit dem bedeutendsten Geschäftspartner. Sie werden zu den unmöglichsten Zeiten krank und kündigen das nicht einmal länger vorher an. Oft sagen sie abends noch vergnügt "Gute Nacht", um am nächsten Morgen hochfiebrig wieder aufzuwachen. Dann sind schnelle Lösungen gefragt, Lösungen, die Eltern im Berufsleben nicht zu Nachteilen werden und die insbesondere Frauen nicht die Chancengleichheit nehmen. Aber was tun, wenn die Großeltern nicht mal eben verfügbar sind? Auch für diesen Fall gibt es ein Gesetz mit dem Titel Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen (8. Sozialgesetzbuch Kinder und Jugendhilfe, § 20). Darin wird das Recht auf Hilfe bei der Betreuung von Kindern zugesichert, wenn beide Elternteile aus wichtigen Gründen ausfallen. Von Erkrankung der Kinder ist zwar nicht die Rede, doch ist es nach Informationen des Kölner Jugendamtes durchaus möglich, auch dann einen schriftlichen Antrag an das Jugendamt zu stellen, die Notlage zu schildern und eine Betreuungshilfe anzufordern.
Mit schneller Hilfe ist hier jedoch nicht zu rechnen und - Hilfe erhält im Allgemeinen nur, wer sich auch finanziell in einer Notlage befindet. Das ist zwar nicht offizielle Politik der Jugendämter. Doch in der Realität wird Berufstätigkeit der Frau von offizieller Seite häufig noch immer als Luxus behandelt. Ist die Erwerbstätigkeit beider Eltern finanziell nicht unbedingt nötig, gibt es keine staatliche Unterstützung bei der Betreuung kranker Kinder – beispielsweise durch die Vermittlung einer Notmutter.

Wo Eltern dennoch Hilfe finden können

Was also tun, wenn im Job lauter wichtige Termine anstehen, Ihr Kind aber wegen Krankheit nicht in den Kindergarten gehen kann? Zunächst bietet sich die Möglichkeit an, online kurzfristig eine Betreuung zu suchen (einfach Stichwort Kinderbetreuung oder Tagesmütter in eine Suchmaschine eingeben). Ebenfalls im Web präsent ist eines der ältesten Service-Unternehmen in diesem Bereich - der Notmütterdienst in Frankfurt. Der Verein bietet seit über 30 Jahren Familien in ganz Deutschland schnelle Hilfen in Notfällen an, sei es zur Betreuung alter Menschen oder kleiner Kinder, während zum Beispiel Mama auf Dienstreise geht. In der näheren Umgebung Frankfurts können auch stundenweise Aushilfen beansprucht werden, für alle anderen Regionen gilt, dass die Notmütter für mindestens drei Tage anrücken, und das zu einem Tagespreis von 100 EUR plus Fahrtkosten und sieben Prozent Umsatzsteuer.
Kein Pappenstiel also, jedoch immer noch besser als gar nichts. Finanziell schlechter gestellte Familien können versuchen, einen Teil der Kosten durch ihre Krankenkasse ersetzen zu lassen, wenn sie ihrem Betreuer ihre Notlage schildern. Allzu große Hoffnungen möchte Anita Silvester, Sozialpädagogin beim Notmütterdienst, jedoch nicht schüren: "Die Krankenkassen scheinen auf dem Standpunkt zu stehen, Berufstätigkeit sei ein Privatvergnügen. Es ist alles eine Ermessensfrage, und wir fragen uns manchmal, nach welchen Kriterien da eigentlich entschieden wird."

Eine praktikable Alternative: Kinderbetreuung in Firmenhand

Noch immer gibt es nach Informationen des Bundesfamilienministeriums in den alten Bundesländern nur für zwei Prozent aller Kinder unter drei Jahren und nur für sechs Prozent der Kinder im Schulalter Betreuungsplätze. Zahlen, die offizielle good-will-Erklärungen zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf ad absurdum führen. Ein vielversprechender Ansatz ist es da, Kinderbetreuung stärker von Firmenhand organisieren zu lassen. Ein Unternehmen, das Firmen bei diesem Problem unter die Arme greift, ist zum Beispiel der in Köln und Essen ansässige "Kinderhut". Seit 1995 begleitet Kinderhut Firmen und Unternehmen bei der Konzeptentwicklung und Einführung familienorientierter Maßnahmen. Zu den Serviceleistungen gehört die Notfallbetreuung zum Beispiel im Krankheitsfall, Tagesmüttervermittlung und Beratung, die Vermittlung von Kinderfrauen und Babysittern. Unter den Kunden der Dienstleistungs-Agentur finden sich so namhafte Firmen wie der Gerling-Konzern und das Duale System. Aber auch zahlreiche mittelständische Unternehmen nutzen das Angebot von Kinderhut. Denn wie es sich gezeigt hat, haben familienfreundliche Arbeitplätze zahlreiche Vorteile für die Firmen: Fluktuation und Fehlzeiten verringern sich, qualifizierte Fachkräfte bleiben den Unternehmen erhalten, und die Kosten für das Betreuungsangebot sind auf Firmenseite als "betrieblicher Sozialaufwand" in voller Höhe steuerlich absetzbar.
Fazit: Es gibt noch viel zu tun, damit sich Beruf und Familie besser vereinbaren lassen. Aber es leuchtet ein Silberstreif am Horizont. Dazu gehört auch das Audit Beruf und Familie, das nach dem Vorbild des amerikanischen "familiy-friendly-index" Unternehmen für sich in Anspruch nehmen können, die einen bestimmten Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familienarbeit erfüllt haben. Immerhin haben bereits 40 Unternehmen das Audit erfolgreich durchgeführt. Weiter so: Denn Familienorientierung und Wirtschaftlichkeit von Unternehmen sind kein Gegensatz.
Sehr gute Informationen zum Spagat zwischen Beruf und Familie hat der Verband berufstätiger Mütter im "Dschungelbuch" zusammengestellt: Zu beziehen für 6 EUR plus 2 EUR Versand über die Homepage des VBM.
In einigen Städten bietet der Mütternotdienst ein ambulantes, familienentlastendes Hilfsangebot für Familien, die beispielsweise durch Erkrankungen vorübergehend in eine Notsitutation geraten sind.“
Quelle:  Urbia.de

www.Soulution-Coaching.de
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Freitag, 23. November 2012

Gedanken zum Wochenende




Vereinbarkeit von Beruf und Familie Freitagsfüller


1. Eine Welt in der ein Kind für Frauen noch nicht das Ende einer Karriere bedeutet und Unternehmen wie der Staat die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen, ist leider immer noch in Arbeit.
2. Bei Strom aus erneuerbaren Energien sollte man unbedingt mitmachen. Ist oft sogar günstiger als anderer. Vergleichen lohnt sich und man kann die Lampe mit einem beruhigteren Wissen anschalten!
3. Ich bin dankbar für meine Tochter und meinen Mann.
4. Ich liebe Suppen und Eintöpfe, steht aber eine Kürbis- oder Fischsuppe auf einer Speisekarte, so ist das mein Lieblingseintopf
5. Es ist doch egal, dass die ganzen Leckereien in der Weihnachtszeit dick machen. Dick werden wir schliesslich zwischen Neujahr und Weihnachten und nicht andersherum.
6.  Einen Roman (und sei es nur eine Seite) zu lesen, habe ich wieder nicht geschafft.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Beginn eines schönen Wochenendes mit meinen Lieben, morgen habe ich ein herbstliches Menü für ein schönes Essen mit Freunden geplant und Sonntag möchte ich mit meiner Tochter ins Ballett!

Den Freitags-Füller gibt's bei Barbara, herzlichen Dank!