Freitag, 28. September 2012

Dann wird alles besser - ja dann...



Kennen Sie das auch? Ich habe mich gerade mal wieder bei dem Gedanken ertappt, "wenn ich das Konzept für den Kunden fertig habe, dann, ja dann wird alles besser."
Doch wieso sollte es mir dann erst gut gehen? Warum nicht schon heute? Sollte ich nicht auch jetzt schon glücklich sein und nicht erst, wenn ich etwas geleistet oder etwas erledigt habe, wenn ich den Mann fürs Leben gefunden, ein Kind habe, den neuen Job, der nächste Urlaub da ist, wenn ich wieder in meine Lieblingsjeans passe, wenn ich die Prüfungen geschafft habe oder die Präsentation vor meinem Chef und wichtigen Kunden, wenn…
Vielleicht kennen Sie ja auch einen dieser Gedanken. Und wird wirklich erst dann alles besser?
Wenn wir mal ehrlich sind, müssten wir uns das selber fragen, doch es gibt sicher auch einige, die zustimmen und bejahen, denn warum sollte es denn nicht besser werden, wenn ich meinen Wunsch erfüllt habe, mein Ziel erreicht ist?
Vielleicht ist das Ziel zu groß formuliert und das Wörtchen alles ist das der Knackpunkt. Hat man einen neuen Partner, muss man sich mit ihm zusammen raufen und die rosaroten Wolken verschwinden meist auch nach 2 Monaten wieder. Der Alltag kehrt ein. Wenn man einen neuen Job angenommen hat, kann einem auch niemand garantieren, dass die Kollegen nett sind und die Arbeit wieder Spaß macht. Wenn man ein Kind hat, wer sagt denn, dass dann erst das Leben richtig komplett ist, mich die schlaflosen Nächte und die 24stündige Sorge um den kleinen Menschen, verbunden mit einem ewig schlechten Gewissen nicht quält und ich nicht vermissen werde, was ich früher an Freiheiten hatte? Bin ich denn auch wirklich bereit, auf die Annehmlichkeiten zu verzichten, die ich ohne Kind habe?Manchen geht es schon so, dass sie vergangene Freiheiten vermissen, nachdem sie sich den Wunsch nach einem Hund erfüllt haben.
Es wird nicht alles besser. Mit Sicherheit wird es aber anders.
Und wer weiß, wie lange es noch dauert, bis das ersehnte Ziel erreicht ist? Was mache ich denn bis dahin? Ist es richtig nur auf das Ziel hin zu leben und das Heute zu vernachlässigen? Vielleicht sollten wir uns manchmal fragen, wie würde ich in ein paar Jahren auf diese Zeit zurückschauen?
Sich  Ziele zu setzen und darauf hin zu arbeiten ist wichtig und richtig, doch sollten wir das Heute nicht darüber ganz vergessen. Auch heute gibt es Menschen denen wir wichtig sind und Momente die bewusst genossen werden wollen.
Die Frage lautet also: Was kann ich heute tun, damit es mir gut geht?
Herbstliche Grüße


Donnerstag, 27. September 2012

Arbeiten nach dem Familienprinzip - Wo Ergebnisse mehr zählen als Anwesenheit

Auf kidsgo.de findet sich ein interessanter Artikel was in manchen Firmen in Sachen familienbewusster Unternehmenskultur alles möglich ist und welche rechtlichen Rahmenbdingungen es gibt

„Wenn ich bei meinem Arbeitgeber anrufe, weil mein Kind krank ist, dann gibt es keine blöden Kommentare, sondern mein Chef fragt höchstens, wie es uns geht.“
Marthe Glonner arbeitet seit drei Jahren bei einem mittelständischen IT-Hersteller in der Nähe von München. Es gibt einen eigenen Betriebskindergarten, bei Bedarf werden Homeoffice-Lösungen geschaffen, und Teilzeit ist kein Abstellgleis. „In unserem Betrieb nehmen alle Väter Elternzeit und fast alle mehr als die obligatorischen zwei Monate. Selbst unser Geschäftsführer hat nach seiner Elternzeit die Arbeitszeit reduziert“, erzählt Glonner. Ein Paradies für arbeitende Eltern, das verzweifelt seines Gleichen sucht? „Nein“, meint die stellvertretende Vorsitzende des Verbandes berufstätiger Mütter (VBM). „Denn auch die Unternehmen haben durch familienfreundliche Arbeitsmodelle einen großen Gewinn. Wir haben in unserem Betrieb einen extrem niedrigen Krankenstand und die Mitarbeiterfluktuation ist gering.“


Den Arbeitgeber bei seinem eigenen Qualitätsanspruch packen



Mittlerweile ist zumindest in einigen Branchen der Fachkräftemangel ganz deutlich angekommen und mit starren Arbeitsmodellen nehmen Unternehmen sich die Chance, viele gut ausgebildete und fähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sich zu binden, nur weil diese zufällig auch Eltern sind und nicht von montags bis freitags von acht bis achtzehn Uhr im Büro sein können und wollen. Aber nicht in allen Berufen ist es möglich, zu kommen oder zu gehen, wie es in die eigenen Lebensumstände passt. Kranke wollen gepflegt, Kinder betreut und Kunden bedient werden. Doch in vielen Unternehmen sind neue Modelle durchaus umsetzbar.

Manchmal liegt die Lösung im Ungewöhnlichen



Arbeit und Familie zu einen, bleibt, egal wo, ein zeitlicher Balanceakt. Aber Mütter und Väter machen in aller Regel einen guten Job. Dass sie Kinder haben, ist kein Makel, sondern gesellschaftliche Realität. „Eltern sollten selbstbewusst dazu stehen“, sagt Glonner. Entscheidend für das Gespräch mit dem Arbeitgeber ist jedoch, sich selbst im Vorfeld Gedanken über ein Modell gemacht zu haben, das tatsächlich umsetzbar scheint und auch die Belange des Unternehmens mit im Blick behält.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben ein Recht auf weniger Arbeit



Seit 2001 regelt das Teilzeitgesetz, dass im Grunde alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die länger als sechs Monate für ein Unternehmen mit mindestens fünfzehn Mitarbeitern tätig sind, Anspruch auf eine Reduzierung ihrer Arbeitszeit haben. Das gilt auch für Mitarbeitende in Leitungspositionen und für geringfügig Beschäftigte. Der Arbeitgeber kann jedoch aus betrieblichen Gründen ablehnen, wenn die angestrebte Teilzeit die betriebliche Organisation wesentlich beeinträchtigen oder unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen würde. Müttern und Vätern in Elternzeit erlaubt der Gesetzgeber bis zu 30 Wochenstunden arbeiten zu gehen. http://www.kidsgo.de/familie-muetter-berufstaetigkeit/familienfreundlich-arbeiten.php
   

Dienstag, 25. September 2012

Der Monitor Familienleben 2012 ist raus - 73 Prozent der Eltern von Kindern unter 16 Jahren wünschen sich eine bessere Balance von Beruf und Familie und mehr Zeit für die Familie



Der Monitor Familienleben 2012 ist raus!

Danach wünschen sich 73 Prozent der Eltern von Kindern unter 16 Jahren mehr Zeit für die Familie. Vollzeit berufstätige Mütter äußern diesen Wunsch sogar zu 88 Prozent, Teilzeit beschäftigte Mütter zu 78 Prozent. Während Väter gerne weniger arbeiten würden, wünschen sich Mütter vor allem Entlastung im Familienalltag und eine Balance von Beruf und Familie.

Kristina Schröder: "Eltern wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten und betriebliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung"

Zentrale Ergebnisse des "Monitor Familienleben 2012"
  • 50 Prozent der Väter würde gerne weniger arbeiten, 37 Prozent wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten. 32 Prozent der Mütter wünschen sich eine bezahlte Haushaltshilfe beziehungsweise eine stärkere Unterstützung des Partners in Haushalt und Erziehung (30 Prozent) sowie Unterstützung, den Kinderalltag mit Schule und Freizeitangeboten zu organisieren (34 Prozent)
  • 70 Prozent der Mütter geben an, dass sie die Arbeit zu Hause weitgehend allein erledigen, 38 Prozent verwenden viel Zeit darauf, Kinder zu Betreuungseinrichtungen, Schule oder Freizeitaktivitäten zu bringen
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt wichtigste Aufgabe der Familienpolitik: 87 Prozent der Bevölkerung finden diese Aufgabe wichtig oder sehr wichtig. 68 Prozent wünschen sich Unterstützung durch die Politik, pflegebedürftige Angehörige zu Hause zu betreuen und 59 Prozent beurteilen es als wichtig, junge Familien zu fördern
  • Der Ausbau der Kinderbetreuung für die unter Dreijährigen findet breite Unterstützung: 75 Prozent beurteilen den Betreuungsausbau als gute Sache, Eltern von Kindern und drei Jahren sogar zu 87 Prozent
  • 69 Prozent der Befragten sind der Ansicht, Staat und Unternehmen seien gleichermaßen in der Pflicht, eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Ein familienfreundlicher Betrieb sollte aus Sicht der Befragten vor allem flexible Arbeitszeiten bereithalten (89 Prozent), Sonderurlaub gewähren, wenn das Kind krank ist (65 Prozent) und Möglichkeiten schaffen, dass Mütter und Väter auch von zu Hause aus arbeiten können
  • Kinderwünsche: 71 Prozent der Kinderlosen unter 50 Jahren finden zwei Kinder ideal, zehn Prozent ein Kind und immerhin 19 Prozent drei und mehr Kinder. Die Kinderwünsche bei jungen Menschen sind hoch: 58 Prozent der unter 30-Jährigen sagen, sie möchten später bestimmt Kinder, 28 Prozent vielleicht
  • Finanzielle Belastung und berufliche Pläne sind immer seltener ein Hinderungsgrund, sich den Kinderwunsch zu erfüllen: Während 2003 noch 47 beziehungsweise 37 Prozent diese Punkte als Grund anführten, keine Kinder zu bekommen, sagen dies 2012 nur noch 22 Prozent. 49 Prozent fühlen sich hingegen noch zu jung, 46 Prozent haben nicht richtigen Partner gefunden

Donnerstag, 20. September 2012

Steuertipps Betreuungskosten

Die Zeitschrift Finanztest hat in der aktuellen Ausgabe interessante Steuertipps für alle Eltern:

Kinderbetreuungskosten: Wenn die Großeltern den Enkel betreuen

Kinderbetreuungskosten Meldung
Betreuen Groß­eltern ihre Enkel, nehmen sie meist kein Geld dafür. Zumindest die Fahrt­kosten sollten die Eltern des Kindes ihnen aber ersetzen. Denn damit sparen die Eltern Steuern. Das setzte ein Ehepaar durch. Es hatte schriftlich mit den Groß­eltern vereinbart, dass diese einmal in der Woche ihren Enkel betreuen und die Fahrt­kosten ersetzt bekommen: Für jeden Fahr­kilometer zur Wohnung des Enkels 30 Cent. Insgesamt ersetzte das Ehepaar 2 613 Euro Fahrt­kosten im Jahr. Davon zählen steuerlich zwei Drittel, maximal je Kind bis zum 14. Geburts­tag 6 000 Euro.
Das Finanz­amt muss diese Betreuungs­kosten wie Kosten für Kita, Hort oder eine Tages­mutter anerkennen, stellte das Finanzge­richt Baden-Württem­berg klar. Es macht keinen Unterschied, ob die Groß­eltern oder ein Fremder für Betreuung Geld verlangen (Az. 4 K 3278/11).
Tipp: Die Betreuungs­kosten müssen Sie auf das Konto des Betreuers über­weisen. Achtung! Seine Einnahmen zählen als steuer­pflichtige Einkünfte. Beträgt das Einkommen aus diesen und anderen Einkünften zusammen mehr als 8 004 Euro im Jahr, muss der Betreuer darauf Einkommensteuer zahlen.

und für alle Hunde- und Katzenbesitzer:

Mit dem Tierhüter Steuern sparen

Haushaltsnahe Dienste Meldung
Wer Hund, Katze oder andere Haustiere zuhause von einem Dienst­leister betreuen lässt, kann die Rechnungen für den Betreuer als haus­halts­nahe Dienst­leistungen absetzen. Keinen Abzug gibt es aber für die Betreuung der Lieblinge außer­halb des häuslichen Bereichs, bestätigte das Finanzge­richt Münster (Az. 14 K 2289/11 E).
Tipp: Maximal können Sie für Hilfen im Haushalt bis zu 20 000 Euro im Jahr geltend machen. Davon erkennt das Finanz­amt 20 Prozent an. Das bringt Ihnen maximal 4 000 Euro Abzug von Ihrer Steuerschuld.

Mittwoch, 19. September 2012

Balance von Beruf und Familie 1 Minuten Meditation


Die Ferien sind inzwischen leider für alle vorbei, der Alltag hat uns alle wieder. Da tut es gut, wenn man zwischendurch abschalten kann. Dazu hier ein tolles Video, besonders für berufstätige Mütter und Väter ;-)

Dienstag, 18. September 2012

Lasst Kinder einfach Kinder sein

Lasst Kinder einfach Kinder sein ist ein schöner Film der Firma Jcko o, der zum Nachdenken anregt. Auch in unserem Bekanntenkreis werden Kinder vor dem Fernseher geparkt oder haben wenig Kontakt zu Gleichaltrigen

Montag, 17. September 2012

Ganz entspannt den Tag beginnen?



Wieder Montagmorgen und der ganz normale Alltagswahnsinn fängt wie immer schon morgens im Badezimmer an. Mit einem nörgelnden Kleinkind, dass nicht aus dem Bett und sich schon gar nicht waschen oder anziehen will, mit einem Mann, der erst beim Geruch des Kaffees die Nase aus dem Bett steckt. Wie ist das Wetter heute, was mache ich am Nachmittag mit der Kleinen, was ziehen wir an, reicht die Zeit heute für ein wenig Sport oder was liegt im Büro heute an, was koche ich heute Abend und so weiter…alles lebenswichtige Fragen, die das Herz einer berufstätigen Mutter bewegen. Wen wundert es, wenn man selbst froh ist, geduscht und sauber mit Kind aus dem Haus zu gehen. Mit solchen Lächerlichkeiten wie Schminken kann man sich da nicht mehr abgeben. Das verschieben wir einfach aufs Wochenende oder irgendwann anders mal. Oder? Ist dann unsere Tochter im Kindergarten und damit ihre entnervte Mutter (weil das Kind  erst nicht aus dem Bett wollte und dann auch noch die Milch umkippte) erst einmal los, kann diese tief durchatmen - Ring frei zur nächsten Runde - das Büro wartet ja schon. Was steht da heute alles an? Balletttraining der Kleinen und kurz darauf am ganz anderen Ende der Stadt ein für den Job wichtiger Vortrag, wie bekomm ich das auf die Reihe? Und bei den Eltern haben wir uns am Wochenende auch nicht gemeldet. Hat sich schon einer um das Geburtstagsgeschenk für den Onkel gekümmert? Ist wohl alles doch eine Frage des Temperaments. Männer haben gut reden: Verabschieden sich ins Büro und machen bei allem Stress, den sie sicher auch haben, die Schotten erst einmal dicht. Unsereins läuft als Allzweckwaffe durch die Gegend - meistens kurz vor der Explosion.
Zum Glück sind nicht alle gleich. Aber wie meistern es andere Frauen und Mütter? Und wie starten wir ab sofort ruhiger in den Tag?
Die meisten Frauenzeitschriften scheinen es gaaaanz einfach zu sehen: Mütter sind chic, gelassen und gut drauf. Im Prinzip sinnvoll, im richtigen Leben oft unmöglich. Es kommt nur auf die Einstellung ein. Das ist es, was wir Frauen noch lernen müssen: Jeden Tag ein bisschen gelassener angehen und Fünf gerade sein lassen.

Freitag, 14. September 2012

Eine Zwischenbilanz

Vereinbarkeit von Beruf und Familie aktiv gestalten


Der Sommer ist wohl endgültig zu Ende, der Herbst ist da und damit neigt sich das Jahr dem Ende zu. Kann es denn sein, dass dreiviertel von 2012 schon wieder vorbei sind? Ging es nicht unfassbar schnell?
Was ist eigentlich aus meinen guten Vorsätzen geworden, die ich mir gesetzt hatte zum Jahreswechsel? Habe ich die umgesetzt?  Sind die Weichen noch richtig gestellt? Gibt es notwendige Korrekturen? Ist der Zeitplan noch realistisch?

Jetzt ist die richtige Zeit, einmal über das eigene Leben, meine Ziele und die guten Vorsätze vom Jahreswechsel nachzudenken.

Mehr Zeit für mich war ein Wunsch für 2012. Nun ja das habe ich nicht wirklich umgesetzt, aber es bleibt auch für die kommenden Wochen eines meiner Ziele. Immerhin gehe ich entspannter mit den täglichen Anforderungen um und denke, dass auch das schon ein Schritt in die richtige Richtung war.
Eine Ausbildung zur Entspannungstherapeutin habe ich erfolgreich abgeschlossen und bin selber dadurch in vielen Dingen gelassener geworden. Auch ein Vorsatz für dieses Jahr ;-)
Dann hatte ich mir vorgenommen meine berufliche Selbständigkeit voranzubringen. Im Frühjahr gab es sogar einen Richtungswechsel und ich bin meinem Traum damit sehr viel näher gekommen.

Balance von Beruf und Familie stand ganz oben auf meiner Liste und wenn ich heute zurückblicke auf meine Vorsätze für 2012, habe ich doch eine ganze Menge davon umgesetzt. Manches ist noch auf dem Weg und am werden, aber die Zwischenbilanz fiel doch sehr positiv aus, ein gutes Gefühl.

Und wie sieht Ihre Zwischenbilanz und Ihre Rückschau auf bisherige Jahr 2012 aus?

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Ihre Silke Mekat