Donnerstag, 29. März 2012

Alles auf Anfang


Elternzeit und dann?
Es heißt doch immer erst Denken, dann Handeln. Also beim Alten bleiben, dass mir vertraut ist, wo ich mich auskenne und die Vorteile, aber auch die Macken kenne? Das alte und vertraute bietet auch Sicherheit, wo eh schon alles anders ist. Es hindert mich aber auch daran weiter zu kommen. Etwas anderes zu machen, was vielleicht glücklicher macht und besser zu mir passen würde.
Also noch mal etwas ganz anderes machen. Das Neue klingt verlockend, macht aber auch Angst. Heraus aus der Sicherheit und ein Wagnis eingehen. Wird dann alles besser? Wird sich der ganze Aufwand auch lohnen? Was werden die anderen sagen?
In der heutigen Zeit sind leider immer mehr Menschen durch negative Erfahrungen in sich blockiert. Der Schritt heraus aus dem gewohnten und vermeintlich sicheren schieben wir vor uns her und machen weiter wie bisher. Nur irgendwann leidet die Gesundheit darunter, man wird krank. Erst seelisch, dann kommt das körperliche dazu. Zurück zu alter Stärke finde ich aber nur dann, wenn ich aktiv etwas dagegen tue.
Manchmal muss man sich nur trauen, die Dinge wieder selbst in die Hand zu nehmen. 
Also alles zurück auf Anfang! Endlich wieder aktiv sein und mein Leben selber bestimmen. Fühlt sich gut an… oder?

Mittwoch, 21. März 2012

Wenn schon anders, dann besser!


Ich langweile mich einfach zu schnell, wenn ich zu lange an immer demselben Schreibtisch sitze und immer dieselben Dinge mache. Ich bekomme dann diese nervöse Umtriebigkeit und suche nach neuen Herausforderungen. Das hat bei mir im Laufe der Jahre schon zu einigen Weiterbildungen geführt. Ich habe den IHK Ausbilderschein gemacht, dann den Buchhandelsfachwirt und auch noch ein BWL Studium, doch den Wunsch mein Leben selbst bestimmt zu leben und Erfolg im Beruf zu haben, hat es nicht gestillt. Auch abwarten hat die Situation für mich noch nie verbessert. Deshalb reifte immer mehr die Idee: wenn schon anders, dann besser und der Wunsch selbständig zu arbeiten war geboren.
Ich hatte noch nie Angst vor Veränderungen, sondern stürze mich immer mit voller Wucht und Freude hinein. Das war früher auch schon so: Mein Motto lautet immer: Leben ist, was du draus machst. Auch wenn man sich für einen Weg entschieden hat, kann man ihn noch ändern und eine andere Richtung einschlagen. Nach über 17 Jahren in Buchhandel und Verlag wollte ich etwas ganz neues, etwas ganz anderes!
Die Elternzeit ist da eine gute Möglichkeit noch einmal etwas Neues, etwas anderes zu machen. Neue Eindrücke und Erfahrungen, vielleicht auch eine neue Sicht auf manche Dinge zeigen andere Wege auf, als zurück in den alten Trott und ganz ehrlich mit einem Kind ist der alte Job meist eh Geschichte. Bei mir machte der Arbeitgeber nicht mit, als ich mein Recht auf einen Teilzeitjob anmeldete. Da hat sich die Firma lieber von mir getrennt, als so etwas einzuführen. Nachher kommen noch andere auf die Idee.
Für Mütter heißt es eine gute Mischung zwischen Beruf und Familie zu finden, wenn sie dies denn möchte. Vielfach bleibt leider ein Bereich des Lebens auf der Strecke. Der Beruf fordert, die Kinder fordern, der Mann und Freunde fordern, dazu das „bisschen“ Haushalt und am Ende fragt man sich und wo bleibe ich. Leider werden auch heute noch Beruf und Familie und Beruf oftmals als zwei Welten betrachtet, so dass Mütter und Väter ihr Leben wie eine Zerreißprobe empfinden. Dabei lässt sich sicher ein eigener Weg finden, der alle Parteien glücklich macht.
Denn auch als Mutter und Vater ist es das Beste, uns selbst treu zu bleiben, um unseren Kindern, dem Partner und uns selber Freude zu machen. Leider ist dieser Weg nicht der leichteste. Mit der neuen Lebenssituation kommen auch neue Stolpersteine auf uns zu. Eigene und fremde Erwartungen, Rollenbilder und Ängste tauchen wie aus dem Nichts immer wieder auf.
Hier heisst es die eigene Balance finden. Welchen Stellenwert haben für mich Kinder, Beruf, Partnerschaft und Hobbys? Welche meiner Stärken haben mir bisher geholfen, mein Leben zu meistern? Bin ich mir bewusst, was ich kann und auch wirklich will, werde ich auch meinen eigenen Weg finden und gehen können.
Wenn schon anders, dann besser!

Donnerstag, 15. März 2012

Wer die Wahl hat, hat die Qual


Nur das, was ich gerne tu, kann ich dauerhaft gut tun und damit erfolgreich sein. Die meisten Menschen nutzen im Leben nur einen Bruchteil ihrer Talente. Viele Potenziale sind vergraben, vergessen oder verkannt. Doch welche Potentiale sind es wert ausgebaut zu werden?
Auf der Suche nach einem neuen Job oder bei Überlegungen rund um die eigene Selbständigkeit, stellen sich viele die Frage „Was kann ich denn eigentlich? Und lässt sich mit einem meiner Talente auch Geld verdienen?”  
Wer das tut, was er gerne tut zeigt eine ansteckende Leidenschaft, ist überzeugend und kriegt mindestens genauso viel Energie zurück wie investiert wurde. Klingt gut – in der Theorie, doch bevor ich weiss was ich gerne tue und wie mein Arbeitstag aussehen soll, muss ich wissen welche Wege es überhaupt gibt. Welche Möglichkeiten sich mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen bieten.
Möglichkeiten gibt es unendlich viele: eine Führungsposition anstreben, Geld, Ruhm, Macht, ins Ausland gehen oder ein Buch schreiben, eine Firma gründen, Verrücktes tun, Sinnvolles tun, vielleicht auswandern, meine Kreativität entdecken, was ganz Anderes?
Komisch, wenn man aufzählen soll, was man nicht kann oder worin man nicht gut ist, könnten wir Seiten füllen, aber uns selber loben? Wie unangenehm wäre es doch, wenn andere uns als Übertreiber oder Mogelpackung bloßstellen?
Was tu ich eigentlich richtig gerne? Mir Ziele setzen und diese verwirklichen, reisen, schreiben, mit Menschen zusammen sein, Leute motivieren, organisieren, lesen, lernen, zuhören, vermitteln, helfen neue Wege zu beschreiben und Perspektiven zu verändern, sporteln, …
Und wie arbeite ich gerne? Im Team oder lieber allein? Kreativ, diszipliniert, konzentriert, in aller Ruhe oder lieber im geordneten Chaos und zwar mehrere Tätigkeiten gleichzeitig?
Die Antworten auf diese Fragen kann jeder finden, der will. Und sich die Zeit und Aufmerksamkeit dafür nimmt.

Donnerstag, 8. März 2012

Was ist eigentlich Erfolg?

Ist Erfolg ein dickes Bankkonto zu haben? Oder der nächste Schritt auf der Karriereleiter? Wer definiert Erfolg? Die Gesellschaft oder meine Freunde, meine Familie oder am Ende doch ich? Gute Frage…
Aber was ist dann nun Erfolg? Materielle Dinge oder eine bestimmte Position sagen nichts über eine erfolgreiche Person aus, denke ich. Es sind nebensächliche Dinge.
Erfolg heißt für mich mein Leben selbst bestimmt leben. Selbst und bestimmt, also nicht von der Meinung der anderen abhängig oder in ein Schema gepresst.
Meine Idee von einem perfekten Job ist, dass ich die Dinge tue, die ich gerne tue, für die Menschen, die ich gerne mag, zusammen mit den Partnern, Kollegen und Mitarbeitern, die mir wichtig sind und mit denen ich gut zusammenarbeite und profitabel soll das Ganze natürlich auch sein.

Jeder ist für sich und sein Glück selber verantwortlich und kann etwas aus seinem Leben machen. Ob es der Chef ist oder nur ein Angestellter. Habe ich also noch die Möglichkeit etwas ganz anderes zu machen in meinem Leben? Immerhin bin ich keine 20 mehr und möchte auch nicht auf die Annehmlichkeiten verzichten, an die ich mich inzwischen doch gewöhnt habe. Essengehen, Freunde treffen, in den Urlaub fahren und so weiter. Vielleicht muss ich aber gar nicht den Arbeitgeber wechseln, um wieder rund zu laufen? Doch wie komme ich ran, an diesen inneren Kern, in den sich meine Wünsche zurückgezogen haben? Was waren denn mal meine Träume? 

Haben Sie vielleicht auch schon mal überlegt, was Sie ausmacht? Was Sie super, ganz gut, passabel oder überhaupt nicht können? Was Sie gern intensivieren oder neu lernen möchten? Ist gar nicht so leicht sich im Alltag solche Fragen zu stellen und ging bei mir auch nicht von heute auf morgen.
Ich habe über Monate hinweg eine Bestandsaufnahme gemacht, im Internet recherchiert und gelesen.
Leider ist es fast die Regel, dass wir uns gar nicht mit uns selbst beschäftigen. Wir sind uns also auch gar nicht dessen bewusst, welche Qualitäten wir haben.
Ich kann gut organisieren, aber das zum Beruf machen? Gibt es davon nicht schon viel zu vielen auf dem Markt und was würde mich von denen abheben?
Ich kann auch gut mit Menschen umgehen, ihnen zuhören und weiterhelfen, wenn sie nicht weiter wissen. Vielleicht in diese Richtung weiter denken? Irgendwie kamen doch schon jetzt viele Menschen aus meinem Freundeskreis und der Familie zu mir, wenn sie Sorgen und Problem hatten. Scheinbar hatte ich ein Händchen dafür Wege zu entdecken, die vorher verborgen waren. Was ließe sich denn damit anfangen? Wer die Wahl hat, hat auch die Qual…

Alles beginnt mit einer Bestandsaufnahme:
- Was kann ich gut?
- Was kann ich besser als andere? Inwiefern besser?
- Was mache ich wirklich gern?
- Was ist mir dabei wichtig?
- Welchen Nutzen kann ich meinem Arbeitgeber, meinen Kunden bieten?

Gar nicht so einfach sich diese Fragen zu beantworten

Sonntag, 4. März 2012

Herzlich Willkommen!

Herzlich Willkommen in meinem Blog

Vielleicht kennen Sie das auch, da hat man sich gerade beruflich oder privat ein richtig schönes, neues  Ziel gesetzt, plant den Weg dorthin und dann kommt doch alles anders. Und nun? Wie soll es weitergehen?
An diesem Punkt stehen vor allem Mütter nach Ende der Elternzeit oder mit dem positiven Schwangerschaftstest in der Hand oder wenn die Kinder grösser werden oder man kein pflegeleichtes „Anfängerkind“ hat, sondern eines, das einen jeden Tag aufs Neue fordert und sich damit neue Wege auftun, die das bisherige in Frage stellen.
Man muss sich neu erfinden. Sich die eigenen Stärken und Schwächen bewusst machen und den Mut haben neue Wege zu gehen. Oder doch lieber die sichere Alternative?

Darum soll es in diesem Blog gehen, denn
Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,
sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt.
Und wenn wir das, was in uns liegt,

nach außen in die Welt tragen,

geschehen Wunder.

Henry David Thoreau

Oder wie es Hilde Domin einmal beschrieb
nicht müde werden, sondern dem Wunder,
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten

Also alles zurück auf Anfang…